Unternehmen – GM will laut Bericht Opel nicht mehr verkaufen – DAPD
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Sanierungsabsicht GM will laut Bericht Opel nicht mehr verkaufen

DAPD

08.09.2009

Im Poker um die Opel-Zukunft deutet sich eine Kehrtwende des Mutterkonzerns General Motors an. (AP Photo/Michael Probst)
Im Poker um die Opel-Zukunft deutet sich eine Kehrtwende des Mutterkonzerns General Motors an. (AP Photo/Michael Probst)

Düsseldorf – Der US-Konzern General Motors will seine deutsche Tochter Opel nach einem Bericht des „Handelsblatts“ offenbar nicht mehr verkaufen. Wie die Zeitung am Dienstag berichtete, will GM den deutschen Autobauer vielmehr mit US-amerikanischen Finanzmitteln sowie der Hilfe einige europäischer Länder sanieren. Der GM-Verwaltungsrat, der voraussichtlich am (morgigen) Mittwoch über Opel berate, werde aber die Entscheidung auf Anfang Oktober und damit auf die Zeit nach der Bundestagswahl verschieben.

Wie die Zeitung unter Bezugnahme auf unternehmensnahe Kreise weiter berichtete, sind die Pläne des Autozulieferers Magna zur Übernahme einer Opel-Mehrheit im Kontrollgremium von General Motors „kolossal gescheitert“. Der befürchtete Technologietransfer nach Russland löse in den USA „enorme Störgefühle“ aus. Magna ist mit der staatlich kontrollierten Sberbank verbündet, dem größten russischen Kreditinstitut. Als künftiger Partner steht zudem der russische Autohersteller GAZ bereit.

Nach dem Zeitungsbericht sieht auch die Bundesregierung intern kaum noch Chancen dafür, dass sich der GM-Verwaltungsrat für das Magna-Konsortium ausspricht. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich zuletzt mehrfach hinter Magna als künftigen Opel-Investor gestellt. Auch die SPD, die IG Metall und der Opel-Betriebsrat unterstützen den kanadischen Autozulieferer. (AP)

 

 

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