Kultur – Goethe-Institut plant 2012 große Beuys-Retrospektive in Moskau – DAPD
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Zum Deutschlandjahr in Russland Goethe-Institut plant 2012 große Beuys-Retrospektive in Moskau

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13.12.2011

Ein weiteres großes Kultur und Bildungs-Projekt 2012 plant das Goethe-Institut zum Deutschlandjahr in Indien. Foto: Norbert Millauer/dapd Photo
Ein weiteres großes Kultur und Bildungs-Projekt 2012 plant das Goethe-Institut zum Deutschlandjahr in Indien.

Foto: Norbert Millauer/dapd Photo

Berlin – Das Goethe-Institut in Moskau zeigt 2012 zum Deutschlandjahr in Russland im Museum für Moderne Kunst eine große Retrospektive des Künstlers Joseph Beuys. "Es ist die erste Werkausstellung von Beuys, die je in Russland stattgefunden hat, bisher gab es dort von ihm nur Zeichnungen zu sehen", sagte der Generalsekretär des Goethe-Instituts, Hans-Georg Knopp, am Dienstag bei der Jahrespressekonferenz der Kultureinrichtung.

Kuratiert wird die Schau vom Leiter des Museums für Gegenwart in Berlin, Hamburger Bahnhof, Eugen Blume. Zu sehen ist die Ausstellung vom 19. September bis 31. Oktober 2012.

Ein weiteres großes Projekt 2012 plant das Goethe-Institut zum Deutschlandjahr in Indien. Das Deutsche Filmorchester Babelsberg werde zu einer Tournee nach Indien reisen und am 20. Januar seine erste Aufführung in Mumbai haben, sagte Knopp. Dabei werde unter anderem die Musik des indischen Komponisten A. R. Rahman gespielt. Rahman produzierte unter anderm die Musik zum Film "Slumdog Millionär" .

Lehmann fordert gemeinsamen europäischen Kulturraum

Der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, forderte unterdessen für Europa einen stärkeren kulturellen Zusammenhalt. "Wir glauben, dass über die Kultur und die Bildung, die Verantwortung für einen gemeinsamen europäischen Kulturraum formuliert werden muss", sagte Lehmann. Daher werde es im kommenden Jahr unter anderem ein Projekt geben, bei dem die Musik in den Mittelpunkt gestellt wird. "Wir haben knapp 30 Komponisten beauftragt, Stücke zu schreiben, die dann in den Städten der mittel- und osteuropäischen Länder und in Deutschland aufgeführt werden", sagte Lehmann. Musik sei in Mittel- und Osteuropa immer ein sehr wichtiges Ausdrucksmittel der eigenen Identität gewesen.

Das Jahresbudget des Goethe-Instituts 2011 beläuft sich auf 332 Millionen Euro. 217 Millionen Euro sind Zuwendungen des Auswärtigen Amtes. Die Goethe-Institute im Ausland nehmen etwa durch Sprachkursgebühren, Spenden und Sponsoring etwa 65 Millionen Euro ein. Hinzu kommen die sich selbst tragenden Institute in Deutschland mit einem Umsatz von rund 54 Millionen Euro. Die Kultureinrichtung verfügt derzeit weltweit über 150 Institute und 10 Verbindungsbüros in 93 Ländern.

(dapd)

 

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