Kultur – Goldener Leopard für japanischen Film – DAPD
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Goldener Leopard für japanischen Film

DAPD

13.08.2007

Der japanische Filmdirektor Masahiro Kobayashi mit der Schauspielerin Makiko Watanabe in Locarno vor der Filmaufführung "Ai No Yokan" (Die Wiedergeburt). (AP Photo/Keystone, Lisa Maire)
Der japanische Filmdirektor Masahiro Kobayashi mit der Schauspielerin Makiko Watanabe in Locarno vor der Filmaufführung "Ai No Yokan" (Die Wiedergeburt). (AP Photo/Keystone, Lisa Maire)

Locarno – Der goldene Leopard des Internationalen Filmfestivals von Locarno geht in diesem Jahr an den japanischen Film „Ai No Yokan“. Mit dem Spezialpreis der Jury wurde am Samstag „Memories“ aus Südkorea ausgezeichnet. Das Gemeinschaftswerk mehrerer Regisseure sei ein „Film, der den Gedanken der Verständigung zwischen Völkern und Kulturen am stärksten zum Ausdruck bringt“, erklärte die Jury.

Die Schweiz durfte sich über den Leoparden für den besten männlichen Darsteller an Michele Venitucci im Film „Fuori dalle corde“ des Tessiner Regisseurs Fulvio Bernasconi freuen. Der Preis ging gleichzeitig an Michel Piccoli im französischen Film „Sous les toits de Paris“ von Hiner Saleem. Zur besten weiblichen Darstellerin wurde Marian Alvarez im spanischen Film „Lo mejor de mi“ von Roser Aguilar gekrönt.

Für die beste Regie ging ein Spezialpreis an Philippe Ramos für Regie und Produktion im Film „Capitain Achab“, einer französisch-schwedischen Koproduktion. Eine besondere Erwähnung erhielt Sang-Yoon für die Kameraführung in der südkoreanischen Produktion „Boys of Tomorrow“ von Noh Dong-seok.

Die französische Schauspielerin und Jurypräsidentin Irene Jacob erklärte, es sei nicht einfach gewesen, eindeutige Preisträger zu finden, weil keine klare Linie in der Wahl der Wettbewerbsfilme zu erkennen gewesen sei. Es habe „dynamische, oft heftige Diskussionen“ gegeben, bis man sich auf die preisgekrönten Filmen habe einigen können.

Anlass zu Protesten und Beschwerden gaben dieses Jahr die Eintrittspreise von 32 Franken (knapp 20 Euro) auf der Piazza Grande. Ärger gab es an einigen Abenden zudem, weil vermeintlich mehr Karten verkauft worden waren als Stühle vorhanden waren. Die Zahl der Zuschauer auf der Piazza erreichte mit rund 70.000 nicht jene des Vorjahres, als 78.400 Zuschauerinnen und Zuschauer gezählt wurden. (AP)

 

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