Aktuelle Nachrichten – Panorama
12.02.2011
Berlin – Er hat eine Nacht in einer Gefängniszelle verbracht, im Bordell den Nikolaus gespielt oder sich in Senf untertauchen und auch mal mit Messern bewerfen lassen – Thomas Gottschalk zeigt vollen Körpereinsatz beim Einlösen seiner Wettversprechen. Im Folgenden dokumentiert dapd eine Auswahl der Einsätze des Moderators von "Wetten, dass..?":
- Im Januar 1990 ministrierte er in einer Frühmesse in Wiesbaden.
- Bei den "Tagesthemen" der ARD trug er am 18. Januar 2001 die Wettervorhersage statt Moderator Ulrich Wickert vor.
- Am 20. Januar 2001 versprach er, bei der Grand-Prix-Vorentscheidung am 2. März mit dem Titel "What happened to Rock'n'Roll" und der Band Gottschalk und die besorgten Väter anzutreten. Über diesen Wetteinsatz hatten Leser der "Bild"-Zeitung abgestimmt. Nach Vorwürfen, er habe absichtlich die Saalwette verloren, sagte der Entertainer den Auftritt ab und erklärte zum Medienrummel: "Mein Gaudi-Auftritt wurde zum Heiligen Krieg, aus dem Spaß wurde bitterer Ernst. Ich hisse die weiße Flagge." Den Song präsentierte er im Februar bei "Wetten, dass..?".
- Am 13. Oktober 2001 musste er vor der Erfurter Messehalle in ein 15.000-Liter-Fass steigen, in das die Einwohner Wasser aus dem Fluss Gera gefüllt hatten.
- Als Nikolaus verkleidet und mit Heino an seiner Seite als Knecht Ruprecht besuchte er im Dezember 2002 ein Bordell in Wien. Die Erzdiözese Wien hatte das Vorhaben als geschmacklos kritisiert. Gottschalks Antwort: "Dass man mir die Geschmacklosigkeit zugetraut hat, in geistlichem Ornat ein Bordell zu betreten, ärgert mich natürlich, auch wenn ich – so man die Kirchengeschichte kennt – nicht der Erste gewesen wäre."
- Auf dem Oktoberfest 2002 schwang er den Taktstock: Er dirigierte in schwarzem Frack und mit weiß-blauer Fliege und ließ die Bierzelt-Kapellen Hits wie "Country road" und "We will rock you" spielen. Hunderte jubelnde Fans sprangen auf die Festzelt-Tische und stimmten "Tommy! Tommy!"-Sprechchöre an.
- Kapitulieren musste Gottschalk vor den Regeln des Bundestags: 2003 wollte er eine Rede im Parlament halten, doch dessen Präsident Wolfgang Thierse wies ihn ab. Gottschalk ließ dann seine Läster-Rede in einem virtuellen Bundestag aufzeichnen.
- Im Januar 2004 verbrachte er eine Nacht in einer Gefängniszelle in Bremen.
- In Chauffeursuniform fuhr er im Oktober 2005 ein Ehepaar aus Dresden mit einem "Maybach" zum Wahllokal.
- Auf der Bühne der Komischen Oper in Berlin sang er am 1. April 2005 im Chor zu Mozarts "Zauberflöte" mit, als Scheich und später als Geistlicher kostümiert, und er schlüpfte einmal in die Statistenrolle eines Fackelträgers.
- Bei acht Grad Wassertemperatur sprang er im Dezember 2006 im "Borat"-Kostüm in den Bodensee.
- Im Herbst 2007 schwang er den Malerpinsel und strich die Wände eines Wohnzimmers im Plattenbauviertel Leipzig-Grünau an.
- Ein Bad im überdimensionalen Senftopf nahm er im Oktober 2008 in Nürnberg. "Jetzt weiß ich, wie 'ne Wurst sich fühlt", kalauerte Gottschalk kurz vor dem Abtauchen.
- Von einem professionellen Messerwerfer ließ er sich im Dezember 2008 an einer Holzwand stehend mit Messern bewerfen.
- Einer Familie aus dem bayerischen Burgau (Kreis Günzburg) half er im Januar 2008 beim Versorgen der sechs Monate alten Drillinge.
- Im November 2009 fuhr der über 1,90 Meter große Showmoderator im Trabi von Braunschweig nach Berlin.
(dapd)
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