Aktuelle Nachrichten – Erneuerbare Energie
19.04.2007
Berlin – Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat eine zu enge Verflechtung von Politik und Energiewirtschaft beklagt. Dies verhindere eine wirksame Klimaschutzpolitik, erklärte die Organisation unter Verweis auf eine Studie, die sie am Donnerstag veröffentlichte. Darin ist aufgelistet, welche Politiker bei welchen Stromkonzernen Nebentätigkeiten ausüben.
Einschneidende Klimaschutzmaßnahmen werde „kein Politiker durchsetzen, der gleichzeitig als Aufsichtsrat die Gewinninteressen dieser Konzerne vertritt“, erklärte der Greenpeace-Energie-Experte Andree Böhling. Derzeit sind laut Studie zehn Bundestagsabgeordnete und zwölf Landespolitiker auf Beirats- oder Aufsichtsratsposten bei großen energiewirtschaftlichen Konzernen. 28 ehemalige Politiker oder hohe Behördenmitarbeiter seien ebenfalls für Energieversorger tätig.
Greenpeace forderte, die bereits beschlossene Veröffentlichungspflicht für Nebeneinkünfte von Abgeordneten endlich umzusetzen sowie Mandatsträgern zu verbieten, Nebeneinkünfte von Unternehmen zu beziehen, die im Wirkungskreis ihrer politischen Arbeit liegen.
http://www.greenpeace.de/ (AP)
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