Aktuelle Nachrichten – Umwelt
26.06.2007
Hamburg – Greenpeace macht Umweltgifte für das Seehundsterben in der Nordsee mitverantwortlich. Wegen der Schadstoffbelastung stehe das Immunsystem der Tiere unter Dauerstress, erklärte die Organisation am Dienstag in Hamburg. Dadurch seien die Seehunde für Krankheiten anfälliger. Die dänische Umweltbehörde hatte am Wochenende erklärt, auf der Insel Anholt seien über 40 Tiere gefunden worden, die am Seehundstaupe-Virus verendet seien. Experten befürchten, dass die Krankheit auch in Deutschland ausbrechen könnte.
Die Seehundpopulation wurde schon zwei Mal von dem gefürchteten Erreger heimgesucht. 2002 kamen fast die Hälfte aller Tiere entlang der Küsten von Dänemark, Schweden, Deutschland, der Niederlande, Großbritannien und Irland ums Leben. 1988 verendeten fast 60 Prozent der Bestände in Nordeuropa. (AP)
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