Umwelt – Greenpeace will Folgen der Ölpest vor Ort untersuchen – DAPD
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Golf von Mexiko Greenpeace will Folgen der Ölpest vor Ort untersuchen

DAPD

12.08.2010

Hamburg (apn) Das Greenpeace-Schiff „Arctic Sunrise“ ist am Donnerstag von Florida zum Golf von Mexiko aufgebrochen. Die Umweltschützer wollen die Auswirkungen der Ölkatastrophe untersuchen, wie ein Greenpeace-Sprecher am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Das Schiff soll rund drei Monate vor Ort bleiben. Unter dem internationalen Team an Bord befindet sich auch eine deutsche Aktivistin der Umweltschützorganisation.

Anhand von Wasserproben wollen Wissenschaftler ölverseuchte mit unbelasteten Gebieten vergleichen sowie die Auswirkungen der Ölkatastrophe auf die Biodiversität untersuchen. Die Region um das Bohrloch sei allerdings gesperrt, teilte die deutsche Greenpreace-Aktivistin, Regine Frerichs, mit. „Schuld hin oder her, wir wollen die Versiegelungsarbeiten in keinem Fall stören“, sagte sie der Nachrichtenagentur DAPD.

Der Einsatz sei zudem nicht ungefährlich. „Die Chemikalie Corexit, die zur Auflösung des Öls eingesetzt wurde, ist angeblich so giftig wie das Öl selber“, sagte Frerichs, die die Taucheinsätze der Mission leitet. Auch wenn an der Wasseroberfläche nicht mehr viel von dem Öl zu sehen sei, rechne sie damit, viel Zerstörung zu sehen.

Nach der Explosion der Bohrplattform am 20. April flossen zwölf Wochen lang mehr als 780 Millionen Liter Rohöl ins Meer, bis das defekte Bohrloch am 15. Juli mit einer riesigen Kappe provisorisch abgedichtet werden konnte. (AP)

 

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