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EU und IWF Griechenland will um Finanzhilfe bitten

DAPD

23.04.2010

Beamte des IWF und der EU verlassen am 21. April 2010 das griechische Finanzministerium in Athen. Foto: Aris Messinis/AFP/Getty Images
Beamte des IWF und der EU verlassen am 21. April 2010 das griechische Finanzministerium in Athen.

Foto: Aris Messinis/AFP/Getty Images

Athen (apn) Die griechische Regierung will nach Angaben aus Athen noch am Freitag um Finanzhilfen der Euro-Staaten und des Internationalen Währungsfonds (IWF) bitten. Dazu werde es eine Erklärung von Ministerpräsident Giorgos Papandreou geben, sagte ein Gewährsmann, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Erst am Donnerstag war offenbar geworden, dass die griechische Schuldenkrise noch dramatischer ist als bisher bekannt. Die europäische Statistikbehörde Eurostat korrigierte das griechische Haushaltsdefizit für das Jahr 2009 am Donnerstag auf 13,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts nach oben. Experten erklärten danach, es werde nun immer wahrscheinlicher, dass Griechenland das Rettungspaket der übrigen Euro-Staaten und des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Anspruch nehmen werde.

Angesichts der neuen Zahlen stufte die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit Griechenlands am Donnerstag von A2 auf A3 herab. Erst im Dezember war eine Herabstufung von A1 auf A2 erfolgt. Als Folge der Herabstufung verteuern sich neue Darlehen für die Regierung.

Die sozialistische Regierung berät seit Mittwoch mit dem IWF und der EU-Kommission über die Überwindung der Schuldenkrise. Die übrigen Euro-Staaten und der IWF haben Griechenland Beistandskredite im Umfang von insgesamt 45 Milliarden Euro in Aussicht gestellt, die allerdings mit weiteren Sparauflagen verbunden werden könnten.

IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn nannte die Schuldenkrise in Griechenland ein ernstes Problem. Es gebe keine „Silberkugel“, um die Angelegenheit „auf die einfache Weise“ zu erledigen, sagte er am Donnerstag zu Reportern in Washington. Die Verhandlungen zwischen Athen und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) hätten gerade erst begonnen und würden noch einige Zeit brauchen, sagte er weiter. Zugleich wies er Berichte zurück, der IWF plane eine Umstrukturierung der griechischen Schulden, bei der Gläubiger Abschläge hinnehmen müssten. Diese Sorge hat in den vergangenen Tagen die Finanzmärkte beunruhigt. (AP)

 

 

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