Aktuelle Nachrichten – Deutschland
04.10.2011
München – In der Debatte über die verbale Entgleisung von Kanzleramtsminister Ronald Pofalla hat CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe seinen Parteikollegen gegen Kritik in Schutz genommen. "Es wäre nicht fair, einen Menschen, der sonst eine sehr gute Arbeit leistet, allein an einem solchen Wutausbruch zu messen", sagte Gröhe dem Online-Portal der "Süddeutschen Zeitung". "Bürgerlichkeit bedeutet nicht, fehlerlos zu sein, sondern vor allem Fehler zu erkennen und zu korrigieren."
Pofalla hatte am Rande einer Sitzung vor der Euro-Abstimmung im Bundestag seinen Parteifreund Wolfgang Bosbach wegen dessen ablehnender Haltung zur Erweiterung des Euro-Rettungsschirm mit derben Worten beschimpft. Der Kanzleramtschef geriet dadurch auch parteiintern in die Kritik. Inzwischen hat sich Pofalla öffentlich für die Attacke entschuldigt.
(dapd)
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