Reise – Großes Lob für erste Artenschutz-Spürhunde am Flughafen – DAPD
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„Amy“ und „Uno“ Großes Lob für erste Artenschutz-Spürhunde am Flughafen

DAPD

20.10.2009

Ein Artenschutzspürhund des Zolls schnüffelt  im Rahmen einer Pressevorführung im Flughafen von Frankfurt am Main an Koffern.  (AP Photo/Michael Probst)
Ein Artenschutzspürhund des Zolls schnüffelt im Rahmen einer Pressevorführung im Flughafen von Frankfurt am Main an Koffern. (AP Photo/Michael Probst)

Frankfurt/Main – Die Schäferhündin „Amy“ und der Labradorrüde „Uno“ sind seit über einem Jahr als bundesweit erste Artenschutz-Spürhunde am Frankfurter Flughafen erfolgreich im Einsatz. „Die beiden vierbeinigen Ermittler erschnüffelten in den vergangenen Monaten unter anderem mehrere Kilogramm Kaviar, Elfenbein-Figuren, Handtaschen aus Schlangenleder, Haifischflossen und sogar einen kompletten Bärenschädel“, berichtete die Umweltschutzorganisation WWF. Das erste Einsatzjahr sei ein Erfolg, erklärte auch der Arbeitgeber der Hunde, das Hauptzollamt, am Dienstag in Frankfurt.

Das Konzept des Artenschutzspürhundes geht auf eine Initiative der Umweltschutzorganisationen WWF und Traffic zurück. Während ihrer mehrmonatigen Ausbildung waren „Amy“ und „Uno“ auf 15 Geruchsbilder trainiert worden.

Der weltweite Artenhandel sei eine Milliarden-Euro-Industrie und – nach Waffen oder Drogen – das lukrativste Betätigungsfeld für Schmuggler, hieß es. „Besonders die Aufgriffe von mehreren Kilogramm Kaviar, einem Nashorn, Elfenbein und zahlreichen Teilen hoch bedrohter Meeresschildkröten sind erschreckend“, sagte Volker Homes, Leiter des Artenschutz-Bereichs beim WWF. „Schon allein diese Funde machen den Einsatz der Hunde zu einem Erfolg.“ Vor allem Flüge aus für den Artenschmuggel besonders kritischen Regionen wie Südost-Asien, Lateinamerika oder Afrika erreichen Deutschland und Europa über das Drehkreuz Frankfurt.

Der WWF startet nun ein europaweites Projekt, damit Artenschutz-Spürhunde an den größten europäischen Flug- und Seehäfen und in den bedeutenden Postverteilerzentren eingesetzt werden. „Die EU ist weitgehend zu einem Binnenmarkt ohne innere Grenzen geworden. Deshalb brauchen wir ein effektives und konsequentes Vorgehen gegen den Artenschmuggel an den Einfallstoren in die EU in allen Mitgliedstaaten“, erklärte Homes.

Die Hunde sind seit August 2008 im Einsatz. Sie können den Eigengeruch von Tieren, Tierprodukten und Pflanzen durch Gepäckstücke, Postsendungen und Container hindurch wahrnehmen. (AP)

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