Mailand/Frankfurt - Die Fusion von Banca Intesa und Sanpaolo IMI zum größten Bankhaus Italiens heizt die Spekulationen um Bankenhochzeiten in Deutschland wieder an. Aktienanalyst Olaf Kayser von der Landesbank Rheinland-Pfalz sagte der «Financial Times Deutschland», der italienische und der deutsche Bankensektor würden in Europa als die beiden Märkte mit dem größten Konsoldierungsbedarf gelten. «Insofern erhöht sich der Konsolidierungsdruck auch in Deutschland und dürfte die Fusionsfantasie kurzfristig wieder aufleben lassen.»
Die beiden italienischen Banken, die an der Börse zusammen genommen rund 60 Milliarden Euro wert sind, gaben ihre Fusionspläne am Wochenende bekannt. Laut Banca Intesa wird die neue Bank mit geplantem Sitz in Turin in Italien einen Marktanteil von 20 Prozent haben. Die Fusion soll bis Ende 2006 oder Anfang 2007 abgeschlossen werden.
Sanpaolo IMI-Cehf Alfonso Iozzo sagte der Zeitung «La Repubblica», die Fusion sei «eine einzigartige Möglichkeit, die nicht vertan werden darf». Für eine Konsolidierung der zersplitterten italienischen Bankenlandschaft hatte sich auch Zentralbank-Gouverneur Mario Draghi stark gemacht. Für den Zusammenschluss, bei dem Banca Intesa den kleineren Konkurrenten Sanpaolo IMI übernimmt, müssen noch einige Hindernisse überwunden werden. So müssen noch die Gewerkschaften überzeugt werden, dass es nicht zu umfangreichen Kündigungen kommt.
http://www.bancaintesa.it
http://www.grupposanpaoloimi.com
(AP)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Deutsche Bank in Italien wegen Derivate-Betrugs angeklagt
(17.03.2010)
Sparkassen und Volksbanken in Frankreich fusioniert
(26.02.2009)
Finter Bank Zürich übernimmt Bank Hugo Kahn
(25.09.2008)
Fragen und Antworten zum Schutz der eigenen Daten
(12.08.2008)
Namen und Kontonummern von 17.000 Verbrauchern auf CDs gefunden
(12.08.2008)
UBS zeigt 358 Millionen Franken Verlust
(12.08.2008)
UBS sieht Gefahr weiterer Klagen mit ARS-Vergleich gebannt
(09.08.2008)