Nachrichten Deutschland – Guttenberg rechnet mit schweren Gefechten in Afghanistan – DAPD
The Epoch Times - Deutschland

Aktuelle Nachrichten – Deutschland

Bundeswehrtruppen im Einsatz Guttenberg rechnet mit schweren Gefechten in Afghanistan

DAPD

15.01.2011

Berlin – Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg rechnet in den kommenden Wochen mit schweren Gefechten für die Bundeswehr in Afghanistan. "Dieses Jahr wird ein hochintensives bleiben", sagte der CSU-Politiker der "Welt am Sonntag". Er betonte: "Die Verantwortlichen vor Ort schätzen die Lage im Moment so ein, dass wir uns einer Art Kulminationspunkt nähern."

Die aufständischen Taliban spürten den zunehmenden militärischen Druck der Bundeswehrtruppen, "ihre Reaktionen werden immer verzweifelter und damit gewalttätiger", erläuterte er. Anders als früher hielten die Taliban auch keinen "Winterschlaf" mehr.

Gleichzeitig seien die in den kalten Monaten andauernden Gefechte aber auch ein Ausdruck des Erfolges der neuen Strategie der Bundeswehr. "Jetzt gewinnen wir Terrain, dadurch ist die Gegenwehr entsprechend groß." Positiv sei auch, dass sich mehr und mehr Afghanen bereit erklärten, den Aufständischen abzuschwören. Deshalb sei es wichtig, den Afghanen nicht das Gefühl zu vermitteln, die internationale Gemeinschaft verabschiede sich gänzlich aus dem Land "und ab einem gewissen Datum X übernehmen die Taliban dann wieder die Macht".

Zu dem vom Bundeskabinett verabschiedeten neuen Bundeswehr-Mandat, das einen Abzug möglichst ab Ende 2011 vorsieht, sagte Guttenberg: "Im Mandat wird Wert darauf gelegt, dass der berechtigte Wunsch, frühestmöglich Soldaten nach Hause bringen zu können, auch an die Lage vor Ort gebunden ist und daran, dass man die Sicherheit der verbliebenen Soldaten und Helfer nicht gefährdet. Den Grad der Gefährdung bestimmen die Gegebenheiten vor Ort und nicht Erfolgsaussichten von Wahlen eines Bündnispartners." Der Beginn der Reduzierung müsse verantwortbar und vertretbar sein. "Derzeit jedenfalls wären wir noch nicht so weit."

Der Verteidigungsminister wies auch darauf hin, dass er bei der Entscheidung über den Abzugsbeginn ein Veto-Recht hat. "Richtig ist, dass die militärische Einschätzung vom Verteidigungsminister kommen muss, der sich auf die Expertise seiner Fachleute stützt."

(dapd)

 

 

Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.

Folgen Sie uns auf Facebook , Twitter und Google+.

 
Anzeige
Anzeige