Aktuelle Nachrichten Welt - News und Hintergründe – Hacker legen Webseiten der US-Regierung lahm – Lolita Baldor
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Nordkorea hinter Attacken vermutet Hacker legen Webseiten der US-Regierung lahm

Lolita Baldor

08.07.2009

(AP Photo/Yonhap, Hwang Kwang-mo)
(AP Photo/Yonhap, Hwang Kwang-mo)

Washington – Webseiten der US-Regierung werden seit mehreren Tagen immer wieder von mysteriösen Hackerangriffen lahmgelegt. Südkoreanische Internetseiten melden seit Dienstag ebenfalls Probleme. Während Washington keine Angaben zu den mutmaßlichen Angreifern machen wollte, machten südkoreanische Geheimdienstkreise am Mittwoch Nordkorea oder nordkoreanische Sympathisanten in Südkorea dafür verantwortlich.

Seit dem amerikanischen Unabhängigkeitstag am vergangenen Samstag werden Internetangebote des Weißen Hauses, des Außenamts sowie der US-Ministerien für Verteidigung, Finanzen und Verkehr vermehrt von Hackerangriffen blockiert. Weitere Ziele sind die Heimatschutzbehörde, die Nationale Sicherheitsbehörde und der Geheimdienst sowie die New Yorker Börse und die „Washington Post“. Das geht aus einer von Sicherheitsexperten erstellten Liste hervor, die der Nachrichtenagentur AP vorliegt.

Die Hacker bedienten sich einer sogenannten Dienstblockade – englisch Denial of Service -, wie das Heimatschutzministerium in Washington mitteilte. Aus Ermittlerkreisen verlautete, die Tatsache, dass die Internetseiten noch nach drei Tagen betroffen seien, deute auf eine ungewöhnlich raffinierte Attacke.

Interne E-Mail-Systeme nicht betroffen

Denial-of-Service-Attacken sind bei Hackern beliebt. Bei einem derartigen Angriff wird ein Server mit Anfragen überflutet, so dass die Website nicht mehr erreichbar ist. Das passierte etwa im vergangenen Jahr während des Krieges zwischen Russland und Georgien mit Regierungs- und Firmenseiten des kleinen Landes.

Die meisten der attackierten Organisationen konnten die Angriffe offenbar erfolgreich abwehren. Die öffentliche Zugang zu den betroffenen Webseiten war jedoch immer wieder eingeschränkt. Interne E-Mail-Systeme sind von Denial-of-Service-Attacken typischerweise nicht betroffen.

Aus Parlamentskreisen in Seoul verlautete, der südkoreanische Geheimdienst habe Nordkorea oder Sympathisanten des kommunistischen Regimes in Südkorea als Urheber der Angriffe ausgemacht. Der Geheimdienst wollte dies auf Nachfrage nicht bestätigen. (AP)

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