Kultur – Hände weg vom Museum: Kulturstaatsminister gegen Haushaltskürzungen – Felix Werdermann und Valérie Hasenmayer
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Pflege der Kultur Hände weg vom Museum: Kulturstaatsminister gegen Haushaltskürzungen

Felix Werdermann und Valérie Hasenmayer

07.05.2012

Museum geschlossen? Aber bitte nur Montags. Foto: Karl-Heinz Laube  / pixelio.de
Museum geschlossen? Aber bitte nur Montags.

Foto: Karl-Heinz Laube / Pixelio

Stuttgart – Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hat sich für den Erhalt der mehr als 6.000 mit öffentlichen Mitteln geförderten Museen in Deutschland ausgesprochen. "Wir brauchen sie alle", sagte Neumann am Montag bei der Eröffnung der Jahrestagung 2012 des Deutschen Museumsbundes in Stuttgart. Das gelte ebenso für die 150 Theater und 130 Orchester, die mit Staatsgeldern unterstützt würden. Die Ausgaben für die Kultur dürften nicht gekürzt werden.

Neumann sagte, "gerade in Zeiten der Globalisierung, in einer Zeit der Orientierungslosigkeit" sei es "töricht", bei der Kultur zu sparen. Vielmehr sollten sich die Menschen auf ihre Identität und ihre Werte besinnen. Dabei spiele die "gemeinsam gewachsene Kultur" eine wichtige Rolle.

Für viele Haushaltspolitiker sei es "verlockend", bei der Kultur zu sparen, sagte der Staatsminister. "Diese Versuchung ist groß, gerade in Krisenzeiten." Schließlich gehöre die Kulturförderung nicht zu den Pflichtaufgaben wie Sozialleistungen oder der Straßenbau.

Mehr Besucher in Museen als in Fußballstadien

Durch Kürzungen im Kulturbereich ließen sich keine Haushalte sanieren, sagte Neumann. "Das, was Sie einsparen, steht in keinem Verhältnis zu dem Schaden, den Sie anrichten", appellierte Neumann an die Haushaltspolitiker.

Die Bedeutung der deutschen Museum-Kultur zeige sich in den Besucherzahlen. Die Fußballspiele der Deutschen Bundesliga sähen jährlich 13 Millionen Menschen, die Museen kämen auf 109 Millionen Besucher, sagte Neumann.

 

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