Häuser nach Erdwärme-Bohrung in Kamen einsturzgefährdet – DAPD
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Häuser nach Erdwärme-Bohrung in Kamen einsturzgefährdet

DAPD

10.07.2009

Kamen – Bei einer Erdwärme-Bohrung an einem Neubau ist in Kamen bei Dortmund am Donnerstagabend plötzlich ein mehrere Meter tiefer und breiter Krater entstanden. Das Bohrgerät versank darin. Das Loch vergrößerte sich in der Nacht weiter, wie ein Stadtsprecher am Freitag mitteilte. An den umliegenden Gebäuden entstanden tiefe Risse, insgesamt 46 Personen aus zehn Häusern mussten evakuiert werden. Am Freitag wurde für einige der Gebäude wieder Entwarnung gegeben, zwei von ihnen und der Neubau galten aber noch als einsturzgefährdet.

Die Ursache des Unglücks war zunächst unklar. Ein Bergbauschaden war aber den Angaben zufolge nicht der Auslöser: Sachverständige hätten dies bereits ausgeschlossen, erklärte der Stadtsprecher. Vielmehr glaube man, dass die Baufirma bei ihren Bohr-Arbeiten möglicherweise auf einen Hohlraum gestoßen sei. Dies könne man bisher aber nicht sicher sagen.

 

Die zuständige Firma hatte den Angaben zufolge bis in 70 Meter Tiefe gebohrt und ihre Arbeiten für diesen Tag gegen 16.30 Uhr beendet. „Es gab keine Auffälligkeiten bei der Bohrung“, sagte der Sprecher. Knapp vier Stunden später sei der Notruf eingegangen: Ein Nachbar hatte festfestellt, dass er sein Garagentor nicht mehr öffnen konnte. Die wenig später eintreffende Feuerwehr stellte dann die tiefen Risse an zahlreichen Gebäuden und im Boden fest und evakuierte die Bewohner. Strom, Gas und Wasser wurden im betroffenen Bereich abgestellt.

Erste Anwohner kehrten in Häuser zurück

Der überwiegende Teil der zehn betroffenen Häuser sei nach den Ergebnissen der ersten Untersuchungen vermutlich weiter bewohnbar, erklärte ein Feuerwehr-Sprecher. Am Freitag konnten die ersten Anwohner daher bereits wieder in ihre Wohnungen zurükkehren. Zwei Gebäude sowie der noch nicht bezogene Neubau seien aber weiter einsturzgefährdet. Insgesamt zehn Anwohner waren noch betroffen.

Die Straße blieb auf einem etwa 400 Meter langen Teilstück weiterhin gesperrt, das Technische Hilfswerk übernahm die Überwachung und Absicherung mehrerer Gebäude. Zahlreiche Spezialisten seien vor Ort mit Untersuchungen befasst, sagte der Feuerwehr-Sprecher. Man sei derzeit mit etwa 50 Leuten vor Ort, da eine neue Verschlechterung der Lage nicht auszuschließen sei. (AP)

 

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