Lima – Wegen der Ermordung von neun Studenten und einem Professor im Jahr 1992 sind vier Mitglieder einer Todesschwadron in Peru zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft wertete das Urteil vom Dienstag als richtungsweisend für den Prozess gegen Expräsident Alberto Fujimori, der das Massaker im Kampf gegen Regierungsgegner angeordnet haben soll.
Die Verurteilten müssen wegen Mordes und Entführung für 15 bis 35 Jahre ins Gefängnis. Vier weitere Angeklagte sprach das Gericht in Lima frei.
Staatsanwalt Jose Pelaez erklärte, wenn die Täter schuldig gesprochen worden seien, müsse „der Mann an der Spitze der Befehlskette“ – Fujimori – zweifellos ebenfalls verurteilt werden. Fujimori hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Es ist das erste Mal in der Geschichte des Andenstaates, dass ein ehemaliger Präsident wegen Straftaten während seiner Amtszeit vor Gericht steht. (AP)
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