Aktuelle Nachrichten – International
07.08.2012
Foto: dapd
Buxtehude - Obwohl sich die Lage an Bord der "MSC Flaminia" stabilisiert hat, befindet sich das havarierte Containerschiff noch immer auf offener See. Da sich noch kein europäisches Land bereit erklärt habe, den deutschen Frachter in die Nähe seiner Küste zu lassen, ziehe er weiterhin seine Kreise auf dem Atlantik, sagte eine Sprecherin der Reederei NSB aus Buxtehude am Dienstag auf dapd-Anfrage.
Nachdem zunächst nur mit Großbritannien verhandelt wurde, führe das Unternehmen inzwischen Gespräche mit zahlreichen europäischen Staaten - von Portugal bis zu den Niederlanden. Eine Lösung sei jedoch noch nicht abzusehen, sagte die Sprecherin.
Unterdessen setzten erneut Bergungsspezialisten auf das vor mehr als drei Wochen in Brand geratenen Schiff über. Dabei stellten sie fest, dass Rauchentwicklung und Temperaturen in den von dem Feuer betroffenen Laderäumen in den vergangenen Tagen zurückgegangen sind. Die Öffnung einzelner Container war nach Reedereiangaben allerdings noch nicht möglich.
In den vergangenen Tagen hatten die Spezialisten das Containerschiff, das derzeit von einem Schlepper gezogen wird, wegen schlechten Wetters nicht betreten können.
Das Feuer an Bord war am 14. Juli aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochen. Ein Seemann wurde getötet, ein weiterer wird noch vermisst. Die anderen Mitglieder der Besatzung konnten gerettet werden. Ursprünglich hatte sich der Frachter im Atlantik auf dem Weg von Charleston im US-Bundesstaat South Carolina nach Antwerpen in Belgien befunden. dapd
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