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Heftiger Monsun-Regen jetzt auch in Westindien

Ashok Sharma

09.08.2007

Dorfbewohner in Bangladesch auf der Suche nach Trinkwasser mit Flößen. (AP Photo/Pavel Rahman)
Dorfbewohner in Bangladesch auf der Suche nach Trinkwasser mit Flößen. (AP Photo/Pavel Rahman)

Neu-Delhi/Hanoi – Die sintflutartigen Monsun-Regenfälle auf dem indischen Subkontinent haben sich nach Westen verlagert. Im westindischen Unionsstaat Gujarat waren am Donnerstag mehr als 400 Dörfer wegen Hochwassers von der Außenwelt abgeschnitten, Dutzende waren überschwemmt. Mindestens sieben Menschen ertranken in den Fluten. Die Behörden evakuierten mehr als 17.000 Menschen in höhergelegene Notunterkünfte.

Im Norden Indiens sowie im benachbarten Bangladesch und in Nepal ging das Hochwasser allmählich zurück, und tausende Menschen kehrten in ihre zerstörten Dörfer zurück. Die Zahl der Toten in den drei Ländern stieg bis Donnerstag auf mindestens 475, wie die Behörden mitteilten. Zahlreiche Menschen galten weiterhin als vermisst.

Aus dem indischen Unionsstaat Uttar Pradesh wurden keine weiteren Krankheitsfälle infolge verseuchten Wassers gemeldet. Die Behörden hatten dort Chlortabletten zur Trinkwasseraufbereitung verteilt. In Bangladesch wurden indessen rund 1.400 Fälle von Durchfallerkrankungen registriert. Dort waren das Welternährungsprogramm (WFP) und das Weltkinderhilfswerk (UNICEF) im Einsatz, um eine Notversorgung der Bevölkerung sicherzustellen.

In Vietnam wurden weitere Opfer des schweren Tropensturms geborgen, der Anfang der Woche über die Mitte des Landes hinwegfegte. Bis Donnerstag erhöhte sich die Zahl der Toten auf mindestens 54, rund zehn Menschen wurden noch vermisst. Am schlimmsten betroffen war die Provinz Ha Tingh, wo viele Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten waren. Die heftigen Regenfälle gingen inzwischen zurück, so dass auch die Wasserstände sanken. Das Hauptproblem war den Behörden zufolge nunmehr, die rund 100.000 seit Tagen gestrandeten Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen. (AP)

 

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