Erneuerbare Energie – Heizen mit Ökowärme soll Pflicht werden – DAPD
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Heizen mit Ökowärme soll Pflicht werden

DAPD

01.08.2007

 Heizen mit Ökowärme soll zur Pflicht werden. - Holzpellets-   (AP Photo/Ferdinand Ostrop)
Heizen mit Ökowärme soll zur Pflicht werden. - Holzpellets- (AP Photo/Ferdinand Ostrop)

Berlin – Heizen mit Ökowärme soll zur Pflicht werden. Dies sieht der Entwurf des Umweltministeriums für ein Klima- und Energieprogramm der Bundesregierung vor, der der Nachrichtenagentur AP vorliegt. Demnach soll Hauseigentümern vorgeschrieben werden, dass sie in Neubauten 15 und in älteren Häusern zehn Prozent der Wärme aus Sonnenenergie gewinnen. Alternativ kann die Quote auch durch höhere Effizienz oder andere Ökoenergien wie Wärmepumpen oder Holzpellets oder aber über Fernwärmenutzung erfüllt werden.

Das Programm wird derzeit noch zwischen dem Umwelt- und dem Wirtschaftsministerium debattiert. Es soll am 23. und 24. August bei der Kabinettsklausur in Meseberg beraten werden.

Die Vorschläge des Umweltministeriums sollen Teil eines Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes werden. Auf ein solches Gesetz hatten sich Union und SPD bereits in ihrem Koalitionsvertrag geeinigt. Das Projekt lag aber auf Eis, weil Umweltminister Sigmar Gabriel eine Erhöhung der Heizkosten befürchtete. Seit diesem Frühjahr arbeitet die Koalition wieder daran.

Ziel soll es sein, den Anteil alternativer Energien an der Heizwärme von heute 5,9 auf 14 Prozent im Jahr 2020 zu erhöhen, wie aus dem Programmentwurf hervorgeht. „Die Technologien hierfür sind breit vorhanden, es fehlt noch an der Marktdurchdringung“, heißt es in dem Papier des Umweltministeriums. Dem Ziel soll neben der Quotenregelung auch die Aufstockung des „Marktanreizprogramms“ für erneuerbare Wärmeenergien dienen.

Mehr klimaschonende Technik im Wärmemarkt

Umweltminister Sigmar Gabriel kündigte bereits am Mittwoch in Berlin an, die Investitionszuschüsse für Solaranlagen und Biomassekesseln um 50 Prozent zu Erhöhen. Seit Jahresbeginn waren im Solarbereich Absatzrückgänge von 35 Prozent, im Biomassebereich sogar von über 60 Prozent verzeichnet worden. „Ich hoffe, dass durch die verbesserten Investitionsanreize klimaschonende Technologien im Wärmemarkt stärker Einzug halten“, sagte Gabriel. Anträge könnten ab sofort beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingereicht werden.

Der Bundesverband Solarwirtschaft teilte mit, je nach Typ und Größe der Solaranlage könnten Eigenheimbesitzer Zuwendungen von 300 bis über 1.000 Euro erhalten. So betrage die Investitionsbeihilfe ab sofort 60 Euro je Quadratmeter Solarkollektorfläche. Für eine kombinierte Solaranlage mit Heizungsunterstützung erhalte der Bauherr sogar einen Zuschuss von 105 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche. Über den Online-Ratgeber solarfoerderung.de informiert der Bundesverband mit Unterstützung der bundeseigenen KfW-Bankengruppe kostenlos über die neuen Förderkonditionen.

http://www.solarfoerderung.de/

http://www.bmu.de/ (AP)

 

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