Aktuelle Nachrichten – Fußball
08.02.2012
Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images
Hertha konnte Heimvorteil gegen Borussia Mönchengladbach nicht nutzen. Nach einer ereignisarmen ersten Halbzeit – lediglich die Berliner Raffael und Lasogga trafen vor 47.465 Zuschauern das Außennetz – spielten die Gäste in der zweiten Halbzeit zielstrebiger und sicherer nach vorne. Zwar hatte die alte Dame Hertha in der 61. Minuten durch Niemeyer (Pfosten) und eine Minute darauf durch Morales die ersten Chancen, doch wurde die Borussia mit zunehmender Spieldauer immer druckvoller. Da jedoch de Camargo (78. Minute) und Hanke (80.) ihre Möglichkeiten nicht nutzen konnten, ging es torlos in die Verlängerung.
Auch in der Nachspielzeit konnte Hanke zwei Möglichkeiten nicht nutzen, bevor es dann in der 101. Minute zum Aufreger dieses Spiels kam: nach einem harter Zweikampf zwischen Hubnik und de Camargo im Strafraum der Hertha, und nachdem der Ball schon längst weg war, rannte der Berliner Hubnik völlig unbeherrscht aus etwa sieben Metern auf den Gladbacher de Camargo zu und suchte mutwillig den Körperkontakt zum Gladbacher Stürmer. Dieser ging zu Boden; Schiri Dr. Felix Brych zeigte Hubnik wegen Tätlichkeit die rote Karte und Filip Deams verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zur 1:0 Führung für den fünfmaligen Deutschen Meister vom Niederrhein.
Der Hertha gelang es nun nicht mehr, den nötigen Druck aufzubauen, den es gegen die stabile Abwehr der Gäste gebraucht hätte, um das Spiel noch drehen zu können. Einzig Ramos hatte plötzlich in der 119. Minute noch eine Chance, aber sein Schuss ging weit am Tor von ter Stegen vorbei. Oscar Wendt war es dann, der kurz vor dem Abpfiff nach einem gut vorgetragenen Konter die endgültige Entscheidung gegen die Hertha unter dem frenetischem Jubel der über 7.000 mitgereisten Fans aus Gladbach herbeiführte.
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