Hildesheim – Der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Hildesheimer Dom wird umfassend saniert. Nach Angaben von Bischof Norbert Trelle soll die Umgestaltung des im Zweiten Weltkrieg zerstörten und in den 50er Jahren wiederaufgebauten Kirchengebäudes 20,1 Millionen Euro kosten. Bei der Sanierung werden die tausend Jahre alten bronzenen Türen des Doms zum Schutz vor der Witterung nach innen versetzt, wie der Bischof am Montag mitteilte. Der Fußboden des Doms werde auf sein ursprüngliches Niveau abgesenkt. Zudem würden Dach und Gebäudetechnik der Kirche erneuert.
Im Zuge der Sanierung wird nach Angaben des Bischofs auch das Dom-Museum umgestaltet, das die ebenfalls zum Weltkulturerbe zählendes Schätze des Doms präsentiert. Das Museum werde in die an den Dom grenzende St. Antonius-Kirche verlegt. Sanierung von Dom und Museum sollen im Jahr 2015 zum 1.200-jährigen Jubiläum des Bistums abgeschlossen sein. Der Legende nach wurde das Bistum im Jahr 815 von Kaiser Ludwig dem Frommen nach einem Zeichen der Jungfrau Maria gegründet. Der Mariendom, der eine erste Kappelle ersetzte, wurde ab 872 erbaut. (AP)