Menschen & Meinungen – Hilfe für traumatisierte Flüchtlingskinder gefordert – DAPD
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Aktuelle Nachrichten – Menschen & Meinungen

Hilfe für traumatisierte Flüchtlingskinder gefordert

DAPD

26.06.2006

Bundespräsident Horst Köhler, links, und seine Frau Eva Luise Köhler, Mitte, am Montag, 26. Juni 2006, während ihres Besuches des Behandlungszentrums für Folteropfer in Berlin. Das Mädchen rechts kommt aus Angola. Ihr Vater ist in dem Gesundheits- und Sozialzentrum Moabit zur Behandlung. (AP Photo/Franka Bruns)
Bundespräsident Horst Köhler, links, und seine Frau Eva Luise Köhler, Mitte, am Montag, 26. Juni 2006, während ihres Besuches des Behandlungszentrums für Folteropfer in Berlin. Das Mädchen rechts kommt aus Angola. Ihr Vater ist in dem Gesundheits- und Sozialzentrum Moabit zur Behandlung. (AP Photo/Franka Bruns)

Berlin - Mehr Hilfe für traumatisierte minderjährige Flüchtlinge haben das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und das Berliner Behandlungszentrum für Folteropfer gefordert. Bundesregierung und Behörden müssten einen sicheren Aufenthalt, psychosoziale Betreuung und bessere Ausbildungschancen gewährleisten, verlangten die Organisationen am Montag in Berlin. Bundespräsident Horst Köhler und seine Frau Eva Luise besuchten die Berliner Einrichtung am Internationalen Tag der UN zur Unterstützung von Folteropfern.

Der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Fraktion, Volker Beck, kritisierte, dass im Zuge des Anti-Terror-Kampfes immer öfter über eine Aufweichung des Folterverbots diskutiert werde. «Diese Entwicklung ist Besorgnis erregend, denn sie berührt einen Kernbestandteil des Rechtsstaats.» Folter zerstöre das Individuum und entziehe ihm die Fähigkeit, sich seiner Rechte zu bedienen, erklärte Beck.

Barbara Lochbihler, Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International, warf im Deutschlandfunk den USA vor, Folterungen im Anti-Terror-Kampf zu vertuschen. Verhörmethoden wie Schlafentzug, Schläge, Bedrohung mit Hunden und sexuelle Erniedrigung würden als mit körperlichem Zwang verbundene Befragungstechniken beschrieben. Tatsächlich seien es verbotene Foltermethoden.

http://www.unicef.de/

(AP)

 

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