Aktuelle Nachrichten – Menschen & Meinungen
26.06.2006
Berlin - Mehr Hilfe für traumatisierte minderjährige Flüchtlinge haben das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und das Berliner Behandlungszentrum für Folteropfer gefordert. Bundesregierung und Behörden müssten einen sicheren Aufenthalt, psychosoziale Betreuung und bessere Ausbildungschancen gewährleisten, verlangten die Organisationen am Montag in Berlin. Bundespräsident Horst Köhler und seine Frau Eva Luise besuchten die Berliner Einrichtung am Internationalen Tag der UN zur Unterstützung von Folteropfern.
Der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Fraktion, Volker Beck, kritisierte, dass im Zuge des Anti-Terror-Kampfes immer öfter über eine Aufweichung des Folterverbots diskutiert werde. «Diese Entwicklung ist Besorgnis erregend, denn sie berührt einen Kernbestandteil des Rechtsstaats.» Folter zerstöre das Individuum und entziehe ihm die Fähigkeit, sich seiner Rechte zu bedienen, erklärte Beck.
Barbara Lochbihler, Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International, warf im Deutschlandfunk den USA vor, Folterungen im Anti-Terror-Kampf zu vertuschen. Verhörmethoden wie Schlafentzug, Schläge, Bedrohung mit Hunden und sexuelle Erniedrigung würden als mit körperlichem Zwang verbundene Befragungstechniken beschrieben. Tatsächlich seien es verbotene Foltermethoden.
http://www.unicef.de/
(AP)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
Mehr als 26 Millionen Menschen im eigenen Land entwurzelt
(17.04.2008)
Zahl der irakischen Flüchtlinge in Europa verdoppelt
(18.03.2008)
Wie fühlt sich ein Flüchtling?
(17.03.2008)
Köhler ruft zu mehr Wachsamkeit gegenüber Kindern in Not auf
(28.12.2007)
Mindestens 40 Flüchtlinge vor türkischer Küste ertrunken
(10.12.2007)
Top-Manager rechtfertigen ihre Millionen-Gehälter
(02.12.2007)
Polizei greift bei Nürnberg 24 Flüchtlinge in KFOR-Laster auf
(06.11.2007)