Stuttgart – Die Hilfswerke Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas international haben sich besorgt über die zunehmende Gewalt gegen Helfer im Norden des sudanesischen Darfur geäußert. Drei Mitarbeiter des gemeinsamen Hilfsprogramms seien am Wochenende von einer bewaffneten Gruppe in Zalingei entführt und 30 Stunden lang festgehalten worden, teilten die kirchlichen Einrichtungen am Mittwoch in Stuttgart mit. Inzwischen seien sie wieder frei.
Die Direktorin der Diakonie Katastrophenhilfe, Cornelia Füllkrug-Weitzel, nannte die Sicherheitslage in dieser Region äußerst prekär. Dies wirke sich auch auf die im internationalen Verbund getragenen Hilfsprogramme von Diakonie und Caritas im Gebiet um Zalingei in Nord-Darfur aus, sagte der Leiter von Caritas international, Oliver Müller. „Seit Monaten wird unsere humanitäre Hilfe in den Vertriebenen-Camps durch Überfälle und Angriffe sehr erschwert.“
Im Juni war bereits ein Mitarbeiter der kirchlichen Hilfswerke erschossen worden. Seit Herbst 2004 versorgen Diakonie und Caritas in ihrem internationalen Verbund Vertriebene in Darfur mit Lebensmitteln und Trinkwasser. (AP)
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