München – Die gezielte Erwärmung bestimmter Tumore kann die Heilungschancen deutlich erhöhen. Das ist das Ergebnis einer klinischen Studie, die das Klinikum der Universität München am Montag vorstellte. Die Krebszellen würden mit Hilfe elektromagnetischer Wellen auf über 40 Grad erwärmt und damit angreifbarer für natürliche Abwehrprozesse und für Strahlen- oder Chemotherapie, erklärte Professor Rolf Issels. Die gut durchbluteten Bereiche würden von Zytostatika besonders gut erreicht.
Patienten, die auf die Hyperthermiebehandlung ansprechen, haben demnach eine deutlich höhere Chance, nach fünf Jahren tumorfrei zu leben. Die weltweit erste randomisierte Phase-III-Studie mit 341 Patienten belege die Überlegenheit der Überwärmung gegenüber der alleinigen Chemotherapie bei Weichteil-Sarkomen. Ob die Kombination von Hitze und Chemotherapie auch bei Dickdarmkrebs und Pankreaskarzinomen die Heilung verbessert, untersucht Issels jetzt. (AP)
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