Aktuelle Nachrichten – Unternehmen
14.05.2009
Essen – Der größte deutsche Baukonzern Hochtief behauptet sich auch in Zeiten der Wirtschaftskrise und bestätigt seine Prognose für dieses Jahr. Dank gut gefüllter Auftragsbücher rechnet der Konzern im laufenden Geschäftsjahr mit einem Vorsteuerergebnis und Gewinn auf ähnlicher Höhe wie im Rekordjahr 2008, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Hochtief sei weltweit gut positioniert und gerade in Segmenten stark, die von den verabschiedeten Sonderkonjunkturprogrammen profitieren würden, sagte Konzernchef Herbert Lütkestratkötter.
Im ersten Quartal steigerte Hochtief das betriebliche Ergebnis, Ebita um 7,7 Prozent auf 142,1 Millionen Euro. Dazu trug den Angaben zufolge insbesondere der Unternehmensbereich Europa bei, der inzwischen wieder schwarze Zahlen schreibt.
Der Konzerngewinn sank dagegen auf 24,2 Millionen Euro nach 32,1 Millionen Euro im Vorjahr. Grund für den Rückgang seien Verschiebungen in den Ergebnisbeiträgen der einzelnen Konzerngesellschaften.
Der Auftragseingang verringerte sich bis März um 16,9 Prozent auf 4,38 Milliarden Euro. Im zweiten Quartal 2009 entwickele sich der Auftragseingang aber – insbesondere aufgrund mehrerer Großaufträge aus dem Ausland sehr positiv: „Unsere Pipeline zum Markt ist intakt und liefert“, sagte der Konzernchef.
Die Gesamtleistung des Konzerns sank um 3,4 Prozent 4,76 Milliarden Euro, der Auftragsbestand wuchs gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,2 Milliarden Euro auf 31,35 Milliarden Euro.
Es sei nicht die Zeit, Rekorde anzukündigen, sagte Lütkestratkötter. Auftragseingang, Auftragsbestand und der Umsatz würden sich nach dem Höhenflug des Vorjahres normalisieren. Unter der Voraussetzung, dass sich die internationalen Finanz- und Kapitalmärkte ab 2010 wieder normalisierten, bleibe man insgesamt verhalten optimistisch. Mit seinem Austragsbestand habe sich das Unternehmen eine rechnerische Auslastung über mehr als 19 Monate gesichert. (AP)
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