Lebensmittel - Aktuelle Nachrichten – Hohe Fleischproduktion besonders schädlich für Klima – DAPD
The Epoch Times - Deutschland

Aktuelle Nachrichten – Lebensmittel

Empfehlung vom Umweltbundesamt Hohe Fleischproduktion besonders schädlich für Klima

DAPD

30.01.2009

Berlin – Die Deutschen sollten weniger Fleisch essen und damit zusätzlich zum Klimaschutz beitragen. Diesen Rat gab der Chef des Umweltbundesamtes Andreas Troge am Donnerstag in der „Berliner Zeitung“. „Ich empfehle eine Rückkehr zum Sonntagsbraten und eine Orientierung an mediterranen Ernährungsgewohnheiten“, sagte Troge. Das tue nicht nur der Gesundheit gut sondern nütze auch dem Klima.

Nach Berechnungen seines Hauses ist die Landwirtschaft für bis zu 15 Prozent aller Treibhausgasemissionen in Deutschland verantwortlich. Besonders energieintensiv und damit klimaschädlich sei die Fleischproduktion. In Rindermägen entstehe beim Verdauen Methan. Außerdem entstehe bei der Düngung von Böden schädliches Lachgas. Dazu komme der Kohlendioxid-Ausstoß der landwirtschaftlichen Maschinen und die energieaufwändige Herstellung von Mineraldünger. Beim Grünlandumbruch auf Äckern werde schließlich Kohlendioxid freigesetzt.

Troge forderte mehr Mittel von Bund und Ländern für klimaschonende Maßnahmen. Die EU-Kommission habe beschlossen, mehr Gelder für solche Maßnahmen bereitzustellen, diese müssen allerdings von Bund und Ländern gegenfinanziert werden.

Troge schlug vor, damit moderne Techniken für den emissionsarmen Umgang mit Gülle, abgedeckte Güllelager, Biogasanlagen mit Kraft-Wärmekopplung sowie gasdichte Gärrestelager zu fördern. Nötig sei auch die vermehrte Umstellung der Produktion auf Ökolandbau. Dieser führe zu einer verstärkten Anreicherung der Böden mit Humus, was mehr CO2 in den Böden bindet.

Der Chef des Umweltbundesamts forderte zudem die Landwirte auf, Dünge- und Futtermittel effizienter einzusetzen. So könnten sie anfallende Gülle zuerst energetisch in Biogasanlagen und danach stofflich als Dünger nützen. (AP)

 

 

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