China News - Politik – Hongkong demonstriert gegen Gehirnwäsche an den Schulen – Wu Xueer, Liang Lusi, Lin Yi, Wang Wenjun / The Epoch Times
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KP-Patriotismus unter Kritik Hongkong demonstriert gegen Gehirnwäsche an den Schulen

Wu Xueer, Liang Lusi, Lin Yi, Wang Wenjun / The Epoch Times

31.07.2012

Am 29. Juli haben etwa 90.000 Menschen in Hongkong gegen die neuen Lehrpläne an den Schulen demonstriert. Foto: Dajiyuan
Am 29. Juli haben etwa 90.000 Menschen in Hongkong gegen die neuen Lehrpläne an den Schulen demonstriert.

Foto: Dajiyuan

 

Am Sonntag, dem 29. Juli, haben etwa 90.000 Menschen in Hongkong gegen die neuen Lehrpläne an den Schulen demonstriert, in denen die positive Selbstdarstellung der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) einen hohen Stellenwert einnimmt. Die Demonstranten bezeichneten diese Lehrpläne als Gehirnwäsche und drohten mit Schulstreik für das kommende Semester. Ein Vorschlag eines Verantwortlichen des Bildungswesens in Hongkong über das Einholen von Vorschlägen für die Lehrpläne sei abgelehnt worden. Die Demonstranten forderten eine unverzügliche Rücknahme der Lehrpläne.

Unter dem Motto „Das ganze Volk macht mit gegen die Gehirnwäsche" riefen über 30 Gruppen und Organisationen zu dieser Demonstration auf. Unter den Demonstranten befanden sich auch viele Eltern mit Kleinkindern. Die Veranstalter organisierten daher drei Stationen auf der Marschroute, an denen sich Eltern und Kinder erholen konnten. Die Demonstranten riefen Parolen wie „Der Himmel vernichtet die KPCh ist die wahre patriotische Erziehung", „Ich bin ein Hongkonger und bin gegen eine Gehirnwäsche-Kolonie" und „Vernichtet die KPCh". Während der Demonstration verteilten Mitarbeiter der chinesischsprachigen Epoch Times, Dajiyuan, die „Neun Kommentare über die Kommunistische Partei", die ihnen von den Demonstranten förmlich aus der Hand gerissen wurden.

Viele Familien gingen gemeinsam zur Demonstration. Ein Demonstrant äußerte gegenüber Dajiyuan „Nichts ist schlimmer als eine solche Gehirnwäsche für Kinder". Am Ende der Demonstration hatten über tausend Demonstranten für einen Schulstreik unterschrieben.

Chen Shuzhuang, eine Abgeordnete des Legislative Council of Hongkong, meinte, es sei unverschämt, dass die Regierung in Hongkong derartiges Eigenlob der Kommunistische Partei in die Lehrpläne schreiben wolle. Sie fügte hinzu: „Die Regierung in Hongkong will die Meinungsfreiheit einschränken".

Herr Liang kam ursprünglich aus Festlandchina. Er meinte, dass er zur Demonstration gekommen sei, weil er bereits unter einer solchen Gehirnwäsche gelitten habe. Durch die Erziehung der KPCh verliere man die Fähigkeit, Gutes und Böses zu unterscheiden und man vertraue der KPCh blind. Es sei schmerzhaft, sich daran zu erinnern. Er hoffe, dass der nächsten Generation in Hongkong ein solches Leid erspart bleiben könne.

Herr Chen kam mit seiner 9-jährigen Tochter zur Demonstration. Er meinte, eine patriotische Erziehung solle keine Gehirnwäsche sein. Die Chinesen sollen sich als Chinesen betrachten. Das bedeute aber nicht, dass sie Loblieder für die KPCh singen sollen. Herr Zhong nahm seine 2-jährige Tochter mit zur Demonstration und meinte, dass seine Tochter nicht China und die KPCh gleichsetzen solle.

Herr Huang Jian kam zur Demonstration und meinte, dass alle Probleme in China auf dem Einparteiensystem basieren. Er könne nicht akzeptieren, wenn seine Kinder später eine solche Diktatur befürworten.

Ein Journalist, der beim Tiananmen-Massaker 1989 in Peking anwesend war, meinte, dass solche Lehrpläne  ein Angriff auf Hongkong seien. Er sagte, dass diese Erziehung nicht patriotisch sei, sondern dass nur die KPCh schön geredet werde. Die KPCh habe in so vielen Jahren so viel Falsches getan und unzählige Chinesen getötet. Sie habe aber noch nie ihre Fehler eingestanden. Wenn die Einwohner von Hongkong diese Gehirnwäsche annehmen würden, wäre die nächste Generation ebenfalls ruiniert.

Einer der Organisatoren der Demonstration äußerte seine Überraschung, dass so viele Menschen gekommen seien. Seiner Meinung nach müsse die Regierung unter diesem Druck die Lehrpläne zurücknehmen. Außerdem sei der Verantwortliche für das Bildungswesen in Hongkong unfähig, sein Amt auszuüben. Ein anderer Organisator berichtete, dass viele Schüler und Studenten an der Demonstration teilgenommen haben, weil sie direkt von diesem Thema betroffen seien.

Original-Artikel auf Chinesisch: "不要赤化" 九万香港家长小孩上街反洗脑

 

 

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