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15.02.2012
Foto: Kenwood House, English Heritage; Iveagh Bequest, 1927, Courtesy American Federation of Arts
Im Sommer 2012 lohnt es sich einmal mehr, Houston zu besuchen. Am 3. Juni 2012 erwartet das Museum of Fine Arts, Houston ein echtes Highlight: Rembrandt, Van Dyck, Gainsborough: The Treasures of Kenwood House, London. Die Ausstellung bietet die einzigartige Möglichkeit, die Werke des berühmten Kenwood Houses in einer neuen Kulisse zu begutachten. Viele der insgesamt 48 Gemälde werden zum ersten Mal in den USA ausgestellt; die Ausstellung in Houston bildet den Anfang.
Houstons Museum of Fine Arts wurde 1924 als erstes Kunstmuseum von Texas eröffnet und ist heute das größte im Süden der USA. Durch großzügige Schenkungen wuchs die Sammlung des Museums auf stolze 56.000 Objekte an. Neben der westlichen Kunstgeschichte, die hier von der Antike bis zur Pop-Art nachvollziehbar ist, zeigt das Museum auch einzigartige exotische Exponate: Zum Beispiel 800 Gold-Kunstwerke aus dem präkolumbischen Amerika, Afrika und Asien. Die Kollektion wurde von Öl-Milliardär Alfred C. Glassell Jr. gestiftet, der sie lebenslang gesammelt hatte.
Etwas weniger Zeit brauchte dagegen Edward Cecil Guiness, der erste Lord von Iveagh und Erbe der weltberühmten Brauerei, als er den Grundstein der Londoner Gemäldesammlung legte, die nun nach Houston kommen wird. Von 1187 bis 1891 entwickelte der Lord eine Vorliebe für niederländische und flämische Kunstwerke aus dem 17. Jahrhundert. Die Kollektion beherbergt Porträts von Sir Joshua Reynold, Thomas Gainsborough und George Romney - Darstellungen die in England den Begriff „Age of Aristrocracy" prägten. Das kostspielige Porträt von Mary, Countess Howe (1764) und das Selbstporträt Rembrandts (1665) gehören zu den Höhenpunkten.
Es ist eines der berühmtesten Selbstporträts des Malers, auf dem er sich mit seinen damals 52 Jahren vordergründig bescheiden darstellte. Die zwei Kreise an der Wand sind jedoch eine versteckte Anspielung auf Rembrandts Ausnahmetalent, dass ihm sehr wohl bewusst war ...
Außerdem spiegelt die Sammlung die Vorliebe des englischen Adels für holländische und italienische Landschafts- und Wassergemälde wider.
Houston bietet außer einem der größten Museumsbezirke der USA und seiner vielfältigen Theaterszene ganzjährig noch weitere Attraktionen: Im NASA Space Center erfahren Besucher alles über die Geschichte und Gegenwart der bemannten Raumfahrt. Shopping-Fans werden die erstklassigen Geschäfte in der Galleria oder im Highland Village lieben und mehr als 8.000 kettenunabhängige Restaurants in der Stadt bieten für jeden Feinschmecker garantiert das Richtige. Außerdem findet in Houston jährlich das weltgrößte Rodeo statt. (kms/rf)
„Rembrandt, Van Dyck, Gainsborough: The Treasures of Kenwood House, London"
Die Ausstellung ist vom 3. Juni bis 3. September 2012 im Museum of Fine Arts in Houston zu sehen. Mehr Informationen unter www.mfah.org und www.visithoustontexas.com
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