Aktuelle Nachrichten – Pflege
24.04.2008
London – Selbst beim Umgang mit schwerstkranken Menschen sollten Pfleger den Humor nicht vergessen. Humor stärke die Beziehungen zwischen dem Pflegepersonal und verleihe dem Umgang mit Patienten und deren Angehörigen eine menschlichere Dimension, so das Resultat einer kanadischen Studie.
Die Forscher der Universität von Manitoba beobachteten und befragten fast 300 Stunden lang auf einer Intensiv- und einer Palliativstation Personal, Patienten sowie Angehörige. Demnach sind Witzeleien oder Scherze in angemessenem Rahmen für die Patienten keineswegs Zeichen mangelnden Respekts. Vielmehr trugen sie dazu bei, dass sich Patienten besser betreut und verbundener mit den Pflegern fühlten.
Wenn etwa Patienten Hilfe beim Gang zur Toilette peinlich sei, könne Humor Schamgefühle lindern, schreiben die Forscher im „Journal of Clinical Nursing“. Und auch die Pfleger waren zufriedener, wenn sie einem Patienten ein Lächeln entlocken konnten. „Man hat das Gefühl, etwas bewirkt zu haben, vielleicht nicht medizinisch, aber emotional“, sagte eine Krankenschwester. Scherze können der Studie zufolge auch die Beziehungen des Personals untereinander bessern, insbesondere bei extremer Arbeitsbelastung.
„Ein Mitglied des Personals bezeichnete Humor als den Klebstoff, der die menschlichen Beziehungen zusammenhält“, sagt die Forscherin Ruth Dean. „Diese Einschätzung wurde durch unsere Ergebnisse eindeutig bestätigt.“
(Quelle: „Journal of Clinical Nursing“, Vol. 17, S. 1088-1095) (AP)
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