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Hunde der Nacht

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27.03.2008

Flughunde sind in erster Linie dämmerungs- oder nachtaktiv. Mit ihren gut entwickelten Augen haben sie bei Nacht beste Sehkraft. (Ian Waldie/Getty Images)
Flughunde sind in erster Linie dämmerungs- oder nachtaktiv. Mit ihren gut entwickelten Augen haben sie bei Nacht beste Sehkraft. (Ian Waldie/Getty Images)

Der Royal Botanic Garden ist Sydneys größter und ältester botanischer Garten. Er stellt eine wesentliche wissenschaftliche Institution in Australien dar - mit wichtiger Rolle in der Ansiedelung von Pflanzen aus anderen Regionen. In dem Park hat sich eine Flughundekolonie von 11.000 Tieren mit ihren Schlafstätten an den Bäumen niedergelassen, was gleichzeitig auch große Schäden für die dortige Vegetation mit sich zieht. Deshalb hat der botanische Garten ein Programm eingeleitet, das die Tiere vertreiben soll. Als Abschreckungsmaßnahmen dienen vom Band abgespielte Störgeräusche während der Schlafphasen, an den Ästen aufgehängte Plastiktüten, Lichteinwirkungen, Stresssignale und Gerüche.

Viele Arten der Flughunde sind gefährdet. Die größte Bedrohung geht für diese Arten von der Zerstörung ihrer Lebensräume durch Rodung der Wälder für Landwirtschaft und Brennholz aus. Viele Arten sind darüber hinaus auf kleinen Inseln endemisch, d.h. sie kommen sonst nirgendwo auf der Erde vor. Von daher sind sie auch besonders anfällig für Störungen im Ökosystem. Die Flughunde ernähren sich alle nur pflanzlich, von Nektar, Pollen, Früchten und Blüten. Eine Reihe von Arten ist deshalb für die Vegetation wichtig, da sie beim Verzehr von Früchten Samen transportieren oder auch Blüten bestäuben. Manche Arten werden vom Menschen als Schädlinge betrachtet, weil sie die Früchte in Obstplantagen fressen oder werden ihres Fleisches wegen gejagt. So gilt in Indonesien und Malaysia das Fleisch der Flughunde als Delikatesse. Vor Ort werden keine oder nur wenig Schutzmaßnahmen ergriffen.

So bleibt für die Flughunde aus dem Royal Botanic Garden nur zu wünschen und zu hoffen, dass sie sich an geschützten, abgelegenen Orten wie z.B. in Mangrovenwäldern in Sumpfgebieten, auf Inseln und in Regenwäldern neue Schlafplätze suchen und finden.

 

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