Konjunktur – IG Metall befürchtet Entlassungen nach Bundestagswahl – DAPD
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Moratorium vorgeschlagen IG Metall befürchtet Entlassungen nach Bundestagswahl

DAPD

22.07.2009

Frankfurt/Main – Die IG Metall fürchtet nach der Bundestagswahl Entlassungen im großen Stil. Einige „Unternehmen schieben offenbar mit Blick auf die Bundestagswahl am 27. September Entlassungen aus politischen Gründen hinaus“, schreibt IG-Metall-Vorstandsmitglied Helga Schwitzer in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Rundschau“. „Das Muster ist aus 2005 in Erinnerung. Kurz nach dem Wahltag haben Unternehmen den Abbau von mehreren 10.000 Arbeitsplätzen verkündet.“

Um Entlassungen zu vermeiden, schlägt Schwitzer ein Moratorium vor, „mit dem sich die Beteiligten verpflichten, betriebsbedingte Kündigungen zu unterlassen und Kurzarbeit bis zum Letzten auszuschöpfen“. Betriebe sollten die Möglichkeit nutzen, Kurzarbeit bis zu 24 Monate einzuführen.

Außer Bundesregierung, Unternehmen und Gewerkschaften müsse auch die Bundesagentur für Arbeit an einem solchen Moratorium beteiligt sein, um eine unbürokratische Genehmigung von Kurzarbeit und eine ebenso unbürokratische Förderung von Qualifizierungen zu sichern.

Nötig sei zudem eine Debatte über weitere Instrumente zur Beschäftigungssicherung wie Arbeitszeitverkürzung. Die IG Metall gehe davon aus, dass das Arbeitsvolumen bis 2013 im besten Fall einer schnellen wirtschaftlichen Erholung um zehn Prozent sinke. (AP)

 

 

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