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Wegzug der Jungen vermeiden IG Metall will Jobs im Osten mit Arbeitszeitverkürzung retten

DAPD

02.01.2010

Berlin (APD) Mit weiterer Arbeitszeitverkürzung will die IG Metall Entlassungen vor allem in den östlichen Bundesländern verhindern. Gerade hier müsse alles unternommen werden, „um die Leute in den Betrieben zu halten, denn die Jungen werden spürbar weniger“, wird der IG-Metall-Chef von Berlin, Brandenburg und Sachsen, Olivier Höbel, im „Tagesspiegel“ zitiert. Die Finanzierung der Arbeitszeitverkürzung soll nach dem Willen der Gewerkschaft zum Teil der Staat übernehmen.

Höbel schlug einen Lohnzuschuss der Bundesagentur für Arbeit vor. Möglich sei eine Drittelparität: Wenn zum Beispiel die Arbeitszeit um weitere 120 Minuten reduziert werde, könne der Arbeitgeber noch für 40 Minuten zahlen, während Geld für weitere 40 Minuten vom Staat komme und die restlichen 40 Minuten unbezahlt blieben. Das wäre dann der Beitrag des Arbeitnehmers. Bis auf 25 Wochenstunden könnte so laut Höbel die Arbeitszeit reduziert werden.

Wenn jetzt Arbeitsplätze gestrichen würden, „dann trifft das wegen der Sozialauswahl die Jungen“, argumentierte der Gewerkschafter. Die gingen dann womöglich in den Westen. Der fehlende Nachwuchs werde im nächsten Aufschwung ein „Riesenproblem“ für die ostdeutsche Industrie, sagte er den Angaben zufolge. (AP)

 

 

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