Aktuelle Nachrichten – Umwelt
10.08.2010
Foto: Ferdinand Ostrop/AP Photo
Berlin (apn) Imker und Umweltschützer haben schärfere Regeln beim Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft gefordert. Nach Auffassung des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes (DBIB) und des Bundes für Umwelt und Naturschutz, BUND, sterben Bienen vor allem an Schädlingsbekämpfungsmitteln, die eigentlich für unbedenklich erklärt wurden. Nicht nur die Bienen würden von Pestiziden bedroht, sondern auch unzählige andere Insekten, Vögel und Kleintiere, sagte BUND-Vorsitzender Hubert Weiger am Dienstag in Berlin.
Die Verbände haben dabei vor allem die Gruppe der sogenannten Neonicotinoide im Blick. Diese Grundchemikalien für viele Schädlingsbekämpfungsmittel schädigten die Artenvielfalt und die Gewässer, sagte der BUND-Chemieexperte Heribert Wefers. Außerdem stünden Neonicotinoide wie das Thiacloprid im Verdacht, beim Menschen Krebs auszulösen.
Breits Anfang 2010 war etwa ein Viertel der Bienenvölker in Deutschland verschwunden, sagte Imker-Präsident Hederer. Es verdichteten sich die Hinweise, dass der Einsatz bienengefährdender Neonicotinoide zu den Ursachen des Bienensterbens gehöre. Weiger forderte daher den unverzüglichen Widerruf der Zulassungen für bienengefährdende Neonicotinoide.
http://www.bund.net/ (AP)
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