Wirtschaftsnachrichten - Aktuelle Nachrichten Wirtschaft – In diesem Jahr mehr als 100 Bankenpleiten in den USA – Daniel Wagner
The Epoch Times - Deutschland

Aktuelle Nachrichten – Wirtschaft

Kontrolle bei strauchelnden Banken In diesem Jahr mehr als 100 Bankenpleiten in den USA

Daniel Wagner

25.10.2009

Washington – Trotz Anzeichen auf eine Konjunkturerholung gehen in den USA immer mehr Banken bankrott. Am Freitag brachen gleich sieben kleinere Finanzinstitute zusammen. Damit stieg die Zahl der Bankenpleiten in diesem Jahr auf insgesamt 106 – soviel wie seit fast 20 Jahren nicht mehr.

Und der Trend könnte sich noch verschärfen: Die Liste des Einlagensicherungsfonds mit gefährdeten Banken wird immer länger. Ende Juni galten 416 Institute als vom Bankrott bedroht. Im März waren es noch 305 gewesen, zu Jahresbeginn 252.

Der FDIC übernahm am Freitagnachmittag die in Florida ansässige Partners Bank, die Flagship National Bank und die Hillcrest Bank Florida. Auch in Georgia wurde mit der American United Bank ein in Zahlungsschwierigkeiten geratenes kleineres Institut vom FDIC übernommen. In Minnesota musste die Riverview Community Bank aufgeben, in Illinois traf es die First Dupage Bank.

Der FDIC übernimmt die Kontrolle bei strauchelnden Banken für gewöhnlich an einem Freitagnachmittag und bemüht sich dann noch am Wochenende um einen Verkauf der Vermögenswerte, um die Kundeneinlagen zu garantieren. Wenn sich eine Finanzierungslücke ergibt, steht der FDIC dafür gerade. In diesem Jahr haben die Bankenpleiten den staatlichen Einlagensicherungsfonds bereits 25 Milliarden Dollar gekostet.

Ein Ende der Pleitenserie von Finanzinstituten ist noch nicht abzusehen. Bis 2013 werden sich die Kosten für den Fonds wohl auf 100 Milliarden Dollar summieren. Der FDIC will daher die gesunden Banken künftig kräftiger zur Kasse bitten.

Die Zahl von 106 Bankinsolvenzen ist die höchste seit der Krise der Spar- und Darlehensbanken im Jahr 1992, als 181 Banken Pleite gegangen waren. 2007 gab es nur drei Pleiten, im vergangenen Jahr 25.

Obama: Banken in der Bringschuld

Präsident Barack Obama verlangt von den gesunden Banken unterdessen eine stärkere Unterstützung kleinerer Unternehmen. Damit könnten sie sich bei den Steuerzahlern für ihre Rettung bedanken, erklärte Obama am Wochenende. Viel zu viele kleine Unternehmen hätten trotz aller Bemühungen der Regierung Schwierigkeiten an Geld zu kommen, sagte Obama in einer Radioansprache.

„Das sind genau die Steuerzahler, die Amerikas Banken in einer Krise beigestanden haben, und jetzt ist die Zeit für die Banken gekommen, kreditwürdigen Kleinunternehmen beizustehen“, erklärte der Präsident. Die Banken müssten nun ihrer Verantwortung nachkommen, um einen stabileren wirtschaftlichen Aufschwung sicherzustellen. Die Regierung werde die notwendigen Maßnahmen ergreifen, damit die Banken dieser Verantwortung nachkämen, sagte er. Einzelheiten dazu nannte er aber nicht. (AP)

Schlagworte

Webnews einstellen
 
Anzeige
Anzeige