Aktuelle Nachrichten – International
27.05.2010
Lima (apn) Nach elf Monaten im Exil ist der peruanische Indioführer Alberto Pizango in seine Heimat zurückgekehrt und dort festgenommen worden. Die peruanische Regierung wirft ihm Volksverhetzung vor. Pizango soll Proteste der Ureinwohner gegen die geplante Erschließung der Öl- und Gasvorkommen im Amazonasgebiet angezettelt haben. Bei blutigen Auseinandersetzungen zwischen demonstrierenden Indios und der Polizei vor knapp einem Jahr kamen nach Angaben der Regierung 33 Menschen ums Leben, darunter 23 Polizisten.
Pizango ging nach Nicaragua, wo er Asyl erhielt. Vor seiner Rückkehr nach Peru sagte er, er habe sich zu diesem Schritt entschlossen, „weil ich glaube, dass ich zu lange gewartet habe“. Am Flughafen von Lima wurde er am Mittwoch umgehend in Gewahrsam genommen. (AP)
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