Aktuelle Nachrichten Welt - News und Hintergründe – Indonesische Polizei warnt vor Anschlag bei Bush-Besuch – DAPD
The Epoch Times - Deutschland

Aktuelle Nachrichten – International

Indonesische Polizei warnt vor Anschlag bei Bush-Besuch

DAPD

20.11.2006

Indonesische Armeefahrzeuge zum Schutz für das Treffen zwischen US-Präsident Bush und dem Indonesischen Präsidenten Susilo Bambang Yudhoyono. (AP Photo/Achmad Ibrahim)
Indonesische Armeefahrzeuge zum Schutz für das Treffen zwischen US-Präsident Bush und dem Indonesischen Präsidenten Susilo Bambang Yudhoyono. (AP Photo/Achmad Ibrahim)

Jakarta – Eine Warnung vor einem Selbstmordanschlag während des Besuchs von US-Präsident George W. Bush in Indonesien hat am Montag die Sicherheitskräfte alarmiert. Die Polizei teilte mit, sie prüfe Hinweise, wonach ein Selbstmordattentäter sich bei einer antiamerikanischen Kundgebung unter die Demonstranten mischen wolle. Aus welcher Quelle die Information stammt, wollte der Polizeichef von Bogor, Sukrawardi Dahlan, nicht sagen.

Im Präsidentenpalast von Bogor, wo Bush am Montag mit dem indonesischen Staatschef Susilo Bambang Yudhoyono zusammentreffen wollte, wurden mehr als 18.000 Soldaten und Polizisten zusammengezogen. Bereits am Wochenende hatte die Polizei erklärt, die Terrorgefahr sei wegen Bushs Besuch erheblich gestiegen. Indonesien ist das bevölkerungsreichste muslimische Land weltweit. Die amerikanische Nahostpolitik und die Kriege im Irak und in Afghanistan werden dort vielfach äußerst kritisch gesehen. Immer wieder gibt es antiamerikanische Proteste.

Wenige Stunden vor Bushs erwarteter Ankunft demonstrierten dort tausende Menschen gegen den US-Präsidenten. Auf Plakaten waren Opfer der Kriege der USA zu sehen, Bush wurde als Terrorist und Kriegsverbrecher bezeichnet. Ähnliche Kundgebungen gab es in mindestens zehn weiteren Städten.

Militante Islamisten haben in den vergangenen Jahren auch schon wiederholt blutige Anschläge verübt. Am folgenschwersten waren die Anschläge auf Nachtclubs in Bali im Oktober 2002, bei denen 202 Menschen ums Leben kamen, darunter viele ausländische Touristen.

(AP)

 

Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.

Folgen Sie uns auf Facebook , Twitter und Google+.

 
Anzeige
Weitere Artikel
Anzeige