Brüssel – Die Inflation in der Eurozone hat einen Rekordstand erreicht: Die Teuerungsrate in den 15 Staaten der Währungsunion stieg im März auf 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Montag auf Grundlage einer vorläufigen Schätzung mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit Einführung des Euros als Buchgeld im Jahr 1999. Der bisherige Rekordstand von 3,3 Prozent war im Januar erreicht worden.
Die Stimmung in der europäischen Finanzmarktbranche erreichte unterdessen einen Tiefpunkt: Auf einem von der EU-Kommission monatlich veröffentlichten Index fiel sie von rund 30 Punkten im Februar auf rund 5 Punkte im März. Dies sei der niedrigste Stand seit Beginn der Erhebungen im April 2006, teilte die EU-Kommission mit. Vor dem Hintergrund der Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten hätten sich die befragten Manager pessimistisch sowohl zur Geschäftsentwicklung der vergangenen drei Monate als auch zu ihren Zukunftserwartungen geäußert.
Auch insgesamt schwächte sich die Zuversicht der Wirtschaft in der Eurozone leicht ab, der von der Kommission monatlich veröffentlichte Stimmungsindikator ESI sank in der Währungsunion von 100,2 auf 99,6 Punkte. In der EU insgesamt stieg er dagegen um 1,7 auf 102 Punkte. Die Differenz erklärte die EU-Kommission damit, dass in der Eurozone die Zuversicht im Bau- und Dienstleistungssektor zurückgegangen sei. In Deutschland habe sich die Stimmung jedoch in allen Sektoren außer der Bau- und Finanzbranche verbessert. (AP)
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