Minsk - Der inhaftierte weißrussische Oppositionsführer Alexander Kosulin wird nach fast zwei Wochen Hungerstreik ärztlich behandelt. Kosulin sei am Dienstag auf die Krankenstation verlegt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der 50-Jährige hat demnach seit 20. Oktober keine feste Nahrung zu sich genommen. Er wurde im Juli zu fünf Jahren Haft verurteilt.
Kosulins Anwalt Igor Rynkewitsch erklärte, er dürfe seinen Mandanten nicht besuchen. Die Gefängnisleitung habe erklärt, Kosulin sehe «gut und fröhlich» aus. Mit seinem Hungerstreik wolle der Politiker den Weltsicherheitsrat auf den katastrophalen Umgang mit Menschenrechten in Weißrussland aufmerksam machen, sagte Rynkewitsch.
Kosulin war wegen der Organisation einer nicht genehmigten Protestkundgebung gegen das Ergebnis der Präsidentschaftswahl im März verurteilt worden. Er war bei der Wahl gegen Amtsinhaber Alexander Lukaschenko angetreten, der nach offiziellen Angaben mit mehr als 80 Prozent der Stimmen gewann.
(AP)
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