Aktuelle Nachrichten – Menschen & Meinungen
16.11.2006
Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine Initiative zur Förderung älterer Menschen in Beruf und Gesellschaft gestartet. Gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus Wirtschaft und Gesellschaft will die Bundesregierung die Potenziale der immer älter werdenden Gesellschaft besser nutzen. «Wir wollen dafür sorgen, dass wir ein positives Bild von älteren Menschen haben», sagte Merkel am Donnerstag in Berlin.
Auf einen Einstellungswandel zu Alter und Altern in der Gesellschaft hinzuwirken, ist ein besonderes Anliegen der Initiative «Erfahrung ist Zukunft». Gesellschaft, Wirtschaft und Politik sollen ein neues Altersbild befördern und das Alter noch stärker als aktive Lebensphase begreifen. Handlungsfelder der Initiative sind Beschäftigung und Existenzgründungen älterer Bürger, lebenslanges Lernen, Gesundheitsförderung und freiwilliges Engagement.
Merkel betonte: «Wir sollten im demographischen Wandel für Deutschland eine Chance sehen.» Arbeitsminister Franz Müntefering erklärte: «Die Älteren laufen zwar nicht mehr so schnell wie die Jungen, aber sie haben Erfahrung, Können und Wissen.»
Wirtschaftsminister Michael Glos will die besten Konzepte zur Beschäftigung älterer Arbeitnehmer auszeichnen. Er lobte dafür den Wettbewerb «Chancen mit Erfahrung» aus. Prämiert werden sollen kreative Ansätze von Unternehmen, die die Beschäftigungsfähigkeit von älteren Mitarbeitern erhalten und deren Potenziale nutzen. Unternehmen können sich bis zum 15. Dezember 2006 bewerben.
An dem Treffen im Kanzleramt nahmen auch Familienministerin Ursula von der Leyen, Gesundheitsministerin Ulla Schmidt und Bildungsstaatssekretär Andreas Storm teil. Außerdem waren Vertreter der Arbeitgeberverbände, des Industrie- und Handelskammertags, des Handwerks sowie von DGB, Sport und Wohlfahrt eingeladen.
http://www.chancen-mit-erfahrung.de/
http://www.erfahrung-ist-zukunft.de/
(AP)
Finde ich gut, dass so eine Aktion bundesweit gestartet wird. Bei den alten liegt sooo viel Potential, das nur richtig motiviert werden muss. Ich bin auch schon seit 2 Jahren in Rente, hab aber immer Probleme, mit meinen Terminen über die Runden zu kommen.
Es müssen l o k a l viel mehr Aktionen laufen, um diese Menschen freiwillig oder gegen geringes Entgelt in verschiedene Institutionen einzubinden, bevor diese zuhause in Selbstmitleid zerbröseln.
MfG
Helmut Meier