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Installation "Horizon Field" lockte auch Nudisten in Deichtorhallen

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12.09.2012

Installation "Horizon Field" lockte auch Nudisten in Deichtorhallen Foto: dapd/Philipp Guelland
Installation "Horizon Field" lockte auch Nudisten in Deichtorhallen

Foto: dapd/Philipp Guelland

Hamburg – Von Nudisten bis Tangotänzern hat die am Sonntag (16. September) endende Installation "Horizon Field Hamburg" des Künstlers Antony Gormley ein buntes Publikum in Hamburgs Deichtorhallen gelockt. "Dieses spektakuläre Kunstwerk spricht jede Menschengruppe an", sagte der Intendant der Deichtorhallen, Dirk Luckow, im dapd-Interview. Umso mehr, da das Betreten der 70 Tonnen schweren Stahlkonstruktion, die wie ein fliegender Teppich in acht Meter Höhe in der Halle schwebt, kostenfrei ist.

Bis zur Finissage rechne er mit insgesamt 120.000 Besuchern des bislang kostspieligsten Projektes der Deichtorhallen, sagte Luckow. "Keiner hat zu Anfang geglaubt, dass das Projekt realisierbar ist", sagte der Intendant. Schließlich habe es deutlich über eine Million Euro gekostet und sei nur durch eine Vielzahl an Geldgebern finanzierbar gewesen. "Freier Eintritt war das i-Tüpfelchen auf dem Ganzen", sagte Luckow.

Zu Anfang sei es noch fest eingeplant gewesen, alle Besucher für das monumentale Erlebnis bezahlen zu lassen. "Erst ganz am Ende der langen Vorbereitungszeit haben wir uns mit dem Künstler darauf geeinigt, keinen Eintritt zu verlangen", sagte Luckow. "Keiner sollte einen Grund haben, nicht zu kommen."

Für Luckow ist das Kunstwerk in der 3.800 Quadratmeter großen Halle nicht nur monumental, sondern auch eine Hommage an Hamburg. "Man spürt, wenn man auf der Platte steht, dass bei uns der Wind von weit her weht", sagte er. Eine gewisse Ähnlichkeit habe der schwebende Stahlteppich zudem mit den pendelnden Lasten am Hamburger Hafen.

Der am Montag (17. September) beginnende Abbau beziehungsweise die Zerstörung des "Horizon Field" soll etwa zehn bis vierzehn Tage dauern. "Für diese Arbeit bleibt nichts anderes übrig, als dass man sie abbaut und damit zerstört", sagte Luckow. Es habe die Überlegung gegeben, einzelne Module mit Gormleys Signatur zu verkaufen. Das habe der britische Künstler jedoch abgelehnt. Die einzelnen Materialen würden nun von den Herstellern recycelt, um Platz für neue Projekte in den Hallen zu schaffen.

Mit den insgesamt 120.000 Besuchern avanciert Gormleys "Horizon Field Hamburg" zur erfolgreichsten Schau in der Geschichte der Deichtorhallen. Bislang markierte die Roy-Lichtenstein-Schau von 1995 mit 80.000 Besuchern den Spitzenwert des Hauses.

dapd

 

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