Teheran - Der Iran hat nach Angaben von Außenamtssprecher Hamid Resa Assefi kein russisches Angebot zur dortigen Urananreicherung erhalten. Zugleich erklärte Assefi am Sonntag, die Regierung in Teheran werde positiv auf jeden Vorschlag reagieren, der ihr Recht auf die Anreicherung von Uran im eigenen Lande anerkenne. Beobachter werteten diese Aussagen als Versuch, Zeit zu gewinnen und einen Vorschlag des langjährigen Verbündeten Russland nicht kategorisch abzulehnen. Assefi verwies gezielt auf die guten Beziehungen zwischen den beiden Ländern.
Das Außenministerium in Moskau hatte am Samstag mitgeteilt, die Botschaft in Teheran habe den dortigen Atombehörden vorgeschlagen, dass Russland die Urananreicherung für ein friedliches iranisches Atomprogramm übernehmen könnte. Das von der Europäischen Union vermittelte Angebot soll offensichtlich dazu beitragen, den Streit um das iranische Atomprogramm beizulegen. Die Regierung in Teheran hat es jedoch schon mehrfach abgelehnt, den Produktionsprozess ins Ausland zu verlegen.
Die Atomgespräche der EU-Troika Deutschland, Großbritannien und Frankreich mit dem Iran sollen im Januar fortgesetzt werden. Darauf verständigten sich Vertreter dieser Staaten am Mittwoch bei Sondierungsgesprächen in Wien. Die Verhandlungen waren im August abgebrochen worden. (AP)
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