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Inhaftierte US-Journalistin frei Iranische Geste an die USA

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11.05.2009

Reza Saberi und seine Frau Akiko, die Eltern der US-Iranerin, der Journalistin Roxana Saberi, warten, bevor ihre Tochter das Gefängnis in Teheran verlässt.  (AP Photo/Hasan Sarbakhshian)
Reza Saberi und seine Frau Akiko, die Eltern der US-Iranerin, der Journalistin Roxana Saberi, warten, bevor ihre Tochter das Gefängnis in Teheran verlässt. (AP Photo/Hasan Sarbakhshian)
Ein undatiertes Foto von Roxana Saberi in Teheran, Iran.  (AP Photo/Saberi Family/file) NO SALES
Ein undatiertes Foto von Roxana Saberi in Teheran, Iran. (AP Photo/Saberi Family/file) NO SALES

Teheran – Mit der Freilassung der amerikanisch-iranischen Journalistin Roxana Saberi hat die Teheraner Justiz eine Hürde für den von US-Präsident Barack Obama angestrebten Dialog mit dem Iran aus dem Weg geräumt. Ein Berufungsgericht hob am Montag die Verurteilung Saberis zu einer achtjährigen Haftstrafe wegen Spionage auf. Justizsprecher Ali Resa Dschamschidi sagte, Saberi könne jederzeit den Iran verlassen. US-Außenministerin Hillary Clinton begrüßte die Entwicklung. Die US-Regierung sei davon ermutigt, sagte sie in Washington.

Die 32-jährige Journalistin, die die amerikanische und iranische Staatsbürgerschaft hat, wurde vor dem Evin-Gefängnis von ihren Eltern in Empfang genommen. Ihr Vater Reza Saberi sagte, er habe nicht mit seiner so schnellen Freilassung gerechnet. „Ich bin sehr glücklich, dass sie frei ist. Roxana ist in einem sehr guten Zustand“, erklärte er. Seine Tochter werde sofort ihre Abreise – möglichst am morgigen Dienstag oder am Mittwoch vorbereiten.

Dschamschidi sagte, die Freilassung Saberis sei ein „iranischer Gnadenerweis“. Die Journalistin habe mit den Behörden kooperiert und Reue gezeigt, fügte er hinzu. Saberi, die seit sechs Jahren als freie Journalistin im Iran arbeitete, war im Januar verhaftet und in einem eintägigen, geheimen Schnellprozess zu der hohen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Diese wurde nun zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe umgewandelt.

Die US-Regierung hatte die Vorwürfe gegen Saberi als grundlos bezeichnet und ihre sofortige Freilassung gefordert. Die US-Regierung wurde dabei von mehreren europäischen Staaten unterstützt.

Die mit dem Berufungsurteil vollzogene iranische Kehrtwende räumt einen Stolperstein bei den Versuchen Obama aus dem Weg, nach Jahrzehnten des Stillstands einen Dialog mit Teheran in Gang zu bringen.

Reporter ohne Grenzen: Weitere Journalisten in Haft

Saberi ist in den USA aufgewachsen und vor sechs Jahren als freie Journalistin in den Iran gegangen. Sie arbeitete dort für mehrere Medien wie dem amerikanischen National Public Radio und der BBC. Gegen ihre Haft seit Januar protestierte sie zeitweise mit einem Hungerstreik brach ihn aber nach zwei Wochen aus gesundheitlichen Gründen ab.

Die Menschenrechtsgruppe Reporter ohne Grenzen (ROG) begrüßte Saberis Freilassung. ROG-Sprecherin Soazig Dollet sagte der Essener WAZ-Gruppe, es seien im Iran allerdings noch immer 14 Journalisten und Blogger in Haft. „Drei von ihnen wurden wie Saberi der Spionage beschuldigt, zu sechs Journalisten gibt es derzeit überhaupt keinen Kontakt“, sagte Dollet. (AP)

 

 

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