Aktuelle Nachrichten Welt - News und Hintergründe – Iranische Regierung meldet Festnahme von Ausländern – DAPD
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Absage an EU-Delegation Iranische Regierung meldet Festnahme von Ausländern

DAPD

04.01.2010

Teheran (APD) Nach der Massenkundgebung der iranischen Opposition Ende Dezember sind offenbar auch mehrere Ausländer festgenommen worden. Geheimdienstminister Heidar Moslehi sagte am Montag im staatlichen Fernsehen: „Einige der Festgenommenen waren Ausländer, die Propaganda und psychologische Kriegsführung betrieben.“ Aus welchen Ländern die Betroffenen stammten, sagte Moslehi nicht. Die iranische Regierung hat der Opposition wiederholt vorgeworfen, sie werde vom Ausland gesteuert.

Die Verhaftungen erfolgten nach Angaben Moslehis bei der Protestkundgebung zum Aschura-Fest am 27. Dezember. Damals wurden mehr als 300 Demonstranten festgenommen, mindestens acht Menschen kamen bei Zusammenstößen mit iranischen Sicherheitskräften ums Leben.

Iranische Professoren kritisieren Vorgehen der Regierung

Eine Gruppe von 88 iranischen Professoren kritisierte die blutige Niederschlagung der Proteste am Montag scharf. In einem im Internet veröffentlichten Brief an das geistliche Staatsoberhaupt Ayatollah Ali Chamenei forderten die Hochschullehrer, die Übergriffe auf oppositionelle Studenten zu beenden.

„Nächtliche Angriffe auf wehrlose Studenten in ihren Schlafräumen und Angriffe bei Tageslicht auf Studenten auf dem Campus sind kein Zeichen der Stärke“, heißt es in dem Schreiben. Dies gelte auch für Massenverhaftungen. Die 88 Professoren verlangten eine Bestrafung der Verantwortlichen und die Freilassung aller festgenommenen Studenten.

Iran erteilt EU-Delegation eine Absage

Der iranische Botschafter in Brüssel sagte unterdessen eine für diese Woche geplante Reise von elf EU-Parlamentariern nach Teheran ab. Das teilte die Vorsitzende der Iran-Delegation des EU-Parlaments, Barbara Lochbihler, mit. Die Grünen-Abgeordnete wertete die Absage als „weiteren traurigen Beleg dafür, wie sehr die iranische Führung darum bemüht ist, jede Diskussion über die schwerwiegenden ungelösten Problem im eigenen Lande zu unterbinden“. (AP)

 

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