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Berlinale: Margin Call-Darsteller Irons: Wilder Konsum muss aufhören

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11.02.2011

Jeremy Irons, links, und Kevin Spacey auf der Berlinale in Berlin. Foto: AP Photo/Markus Schreiber
Jeremy Irons, links, und Kevin Spacey auf der Berlinale in Berlin.

Foto: AP Photo/Markus Schreiber

Berlin – Oscar-Preisträger Jeremy Irons hat weniger Gier und mehr Moral von Bankern und Unternehmern gefordert. "Wir können nicht in einer Welt weiterleben, in der jedes Jahr 2,5 Prozent Wirtschaftswachstum nötig sind", sagte der 52-jährige Brite am Freitag auf der Berlinale bei Präsentation des Thrillers "Margin Call" von JC Chandor. Schließlich seien die Ressourcen endlich. Der "wilde Konsum der letzten 25 Jahre" müsse ein Ende haben.

In "Margin Call" spielt Irons den Chef einer Investmentbank, der am Vorabend des Ausbruchs der Finanzkrise 2008 mit aller Macht versucht, toxische Wertpapiere abzustoßen – und somit mitverantwortlich für das folgende Desaster ist. An seiner Seite spielt Kevin Spacey ebenfalls einen Banker.

Er glaube, dass die globalisierten Unternehmen und Investmentgesellschaften weitestgehend unmoralisch seien, sagte Irons. "Wir brauchen aber Moral, müssen an die Menschen denken, denen die Häuser weggenommen wurden", sagte er in Anspielung auf die Opfer der Finanzkrise.

Spacey sagte, er habe zeigen wollen, dass auch Banker normale Menschen seien, die versuchten, Geld zu verdienen. "Es ist bequem, alles über einen Kamm zu scheren und zu verdammen", kritisierte er.

Der Film eröffnete die Jagd auf die Bären, die am 19. Februar vergeben werden. In der Pressevorführung bekam er nur wenig Applaus. Insgesamt starten 16 Filme im Wettbewerb. Eröffnet worden waren die 61. Filmfestspiele am Donnerstag mit dem Western "True Grit" der Coen-Brüder. Diese Produktion läuft allerdings außer Konkurrenz.

(dapd)

 

 

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