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Entschuldigungsschreiben Israel entschuldigt sich für Demütigung des türkischen Botschafters

DAPD

13.01.2010

In den vergangenen Jahren haben die beiden US-Verbündeten vor allem in den Bereichen Militär und Tourismus gut zusammengearbeitet. Die Türkei wurde zum engsten Partner Israels in der islamischen Welt. Foto: Burhan Ozbilici, File/AP Foto
In den vergangenen Jahren haben die beiden US-Verbündeten vor allem in den Bereichen Militär und Tourismus gut zusammengearbeitet. Die Türkei wurde zum engsten Partner Israels in der islamischen Welt.

Foto: Burhan Ozbilici, File/AP Foto

Jerusalem (apn) Nach dem Eklat um die öffentliche Demütigung des türkischen Botschafters in Jerusalem hat sich Israel schriftlich bei der Türkei entschuldigt. Das teilte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Mittwochabend mit. Netanjahu hoffe, dass die Angelegenheit damit beendet sei, hieß es. Mit dem Entschuldigungsschreiben reagierte die israelische Regierung auf ein Ultimatum Ankaras, den türkischen Botschafter aus Jerusalem abzuziehen.

In den vergangenen Jahren haben die beiden US-Verbündeten vor allem in den Bereichen Militär und Tourismus gut zusammengearbeitet. Die Türkei wurde zum engsten Partner Israels in der islamischen Welt.

Hintergrund des diplomatischen Zwistes ist ein israelkritischer Film im türkischen Fernsehen. Darin wurden israelische Geheimdienstagenten als rücksichtslos und brutal dargestellt. Zudem bezeichnete der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan Israel am Montag als Gefahr für den Frieden, den israelischen Angriff auf den Gazastreifen vor einem Jahr nannte er unangemessen.

Der stellvertretende israelische Außenminister Danny Ajalon zitierte noch am Montagabend den türkischen Botschafter ins Außenministerium, um gegen Fernsehsendung zu protestieren. Bei dem Termin ließ Ajalon den türkischen Botschafter dann auf einem niedrigeren Sofa Platz nehmen und verweigerte ihm den Handschlag. Zudem ließ er Fernsehkameras die Demütigungen aufzeichnen.

In dem Schreiben Netanjahus hieß es jetzt, beide Staaten würden ihre Streitigkeiten in gegenseitigem Respekt beilegen. „Es gab keine Absicht, den Botschafter persönlich zu demütigen. Ich entschuldige mich für die Art und Weise, wie Israels Protest präsentiert wurde.“ (AP)

 

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