Gaza - Israel hat in der Nacht zum Sonntag den Amtssitz des palästinensischen Ministerpräsidenten Ismail Hanija im Gazastreifen angegriffen. Nach palästinensischen Angaben wurden aus Kampfhubschraubern zwei Raketen auf das Gebäude abgefeuert, das daraufhin in Flammen aufging. Ein Passant sei leicht verletzt worden.
Hanija, der der Hamas angehört, nannte den Angriff sinnlos. «Sie haben auf ein Symbol des palästinensischen Volkes gezielt», sagte er. Hanija forderte die internationale Gemeinschaft auf, die israelische Offensive zu beenden.
Der Militäreinsatz, der in der Nacht zum Mittwoch begann, hängt mit der Entführung eines israelischen Soldaten zusammen. Die israelischen Streitkräfte bekräftigten am Sonntag, sie würden «alle verfügbaren Mittel anwenden», um den 19-jährigen Gilad Schalit zu befreien. Schalit befindet sich seit einer Woche in der Hand palästinensischer Extremisten.
Die israelische Luftwaffe flog am frühen Sonntagmorgen auch Angriffe auf eine Schule in Gaza-Stadt und mehrere Einrichtungen der militanten Hamas-Bewegung im Norden des Gazastreifens. Dabei wurden nach palästinensischen Angaben ein Hamas-Aktivist getötet und ein weiterer verletzt.
(AP)
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