Rom – Die italienische Regierung und die Modekonzerne des Landes kämpfen gemeinsam gegen Magersucht bei jungen Mädchen. Das Büro von Ministerpräsident Romano Prodi erklärte am Samstag, die Konzerne wollten in der kommenden Woche eine Selbstverpflichtung unterzeichnen, nach der künftig häufiger vollschlanke Models von mediterraner Schönheit auf den Laufstegen zu sehen sein sollen.
Die Debatte um die teilweise dürren Mädchen war durch den Tod eines 21-jährigen Models im vergangenen Monat in Brasilien ausgelöst worden. Die junge Frau war an Magersucht gestorben. Der Präsident einer italienischen Lobbyorganisation der Modefirmen, Stefano Dominella, erklärte, man wolle dafür sorgen, dass die Mode nicht für derartig dramatische Vorfälle verantwortlich gemacht werde. Bereits Anfang Dezember hatte eine Modenschau in Brasilien Models unter 16 Jahren ausgeschlossen. Im September hatte die Madrider Modewoche angeordnet, dass alle Mädchen einen Body-Maß-Index von mindestens 18 vorweisen müssen. Ein Index von weniger als 18,5 gilt als untergewichtig.
(AP)
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