Nachrichten Deutschland – Italienischer Architekt baut Berliner Stadtschloss – DAPD
The Epoch Times - Deutschland

Aktuelle Nachrichten – Deutschland

Jury-Entscheid Italienischer Architekt baut Berliner Stadtschloss

DAPD

28.11.2008

Das alte Berliner Stadtschloss, rechts, und Skulpturen von Karl-Friedrich Schinkel, links. (AP Photo)
Das alte Berliner Stadtschloss, rechts, und Skulpturen von Karl-Friedrich Schinkel, links. (AP Photo)
Blick vom Berliner Dom auf die fast beendeten Abrissarbeiten des ehemaligen Palastes der Republik am Schlossplatz in Berlin. Erich Honeckers Prestige-Objekt ist (fast) weg - das Berliner Stadtschloss kehrt zurück. (AP Photo/Markus Schreiber)
Blick vom Berliner Dom auf die fast beendeten Abrissarbeiten des ehemaligen Palastes der Republik am Schlossplatz in Berlin. Erich Honeckers Prestige-Objekt ist (fast) weg - das Berliner Stadtschloss kehrt zurück. (AP Photo/Markus Schreiber)

Berlin – Der italienische Architekt Francesco Stella soll das Berliner Stadtschloss wiederaufbauen. Dies gab am Freitag die Jury des Architekturwettbewerbs nach zweitägigen Beratungen bekannt. Das Urteil sei einstimmig gefallen, sagte Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee. Der Neubau des offiziell Humboldt-Forum genannten Gebäudes mit der Fassade des Schlosses soll als Museum, Bibliothek und als Bühne für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden.

Tiefensee sagte, Stellas Siegerentwurf erfülle den Auftrag, einen „prägnanten Museumsbau unter Berücksichtigung historischer Vorgaben“ zu schaffen. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, begrüßte die Jury-Entscheidung. „Berlin hat nun ein großes Interesse daran, dass die Planungen und Vorbereitungen für den Bau des Humboldt-Forums zügig vorangehen“, erklärte er. Der Siegerentwurf von Stella folge den Vorgaben des Deutschen Bundestages und verspreche eine „spannende Synthese zwischen äußerer Gestalt und künftiger Nutzung“.

2010 soll der Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses als Humboldt-Forum mit den barocken Schlossfassaden beginnen. Laut Tiefensee steht der Bau bis 2013. Erst Ende 2014 sollen die fertigen Räume begehbar sein. Für das Forum sind 552 Millionen Euro veranschlagt.

Größter Nutzer der dann zur Verfügung stehenden 40.000 Quadratmeter wird die Stiftung Preußischer Kulturbesitz sein. Sie will auf 24.000 Quadratmetern die außereuropäischen Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für asiatische Kunst zeigen. Die Zentral- und Landesbibliothek stellt dazu die passenden Bücher und andere Medien zur Verfügung. Auf 1.000 Quadratmetern wird die Humboldt-Universität ihre wissenschaftsgeschichtlichen Sammlungen zeigen. Der 9.500 Quadratmeter große Eingangs- und Veranstaltungsbereich soll „Agora“ heißen. (AP)

 

Schlagworte

Webnews einstellen
 
Anzeige
Anzeige