Aktuelle Nachrichten – Europa
24.02.2007
Rom – Der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano hat am Samstag über die künftige Regierung beraten und ein Gespräch mit dem zurückgetretenen Ministerpräsidenten Romano Prodi geführt. Die Chancen auf eine Neuauflage der bisherigen Regierung stiegen am Freitag, nachdem sich Prodi der Unterstützung seines Mitte-links-Bündnisses versichert hat. Sollte er die Chance erhalten, noch einmal der Regierung vorzustehen, „ist es glaube ich meine Pflicht, es noch einmal zu versuchen“, wurde Prodi am Samstag von der Zeitung „Corriere della Sera“ zitiert.
Die Parteichefs seiner Koalition einigten sich am Freitag auf einen Zwölfpunkteplan, der Prodi die Bildung eines neuen Kabinetts ermöglichen soll. Darin erhält der Ministerpräsident bei Streitfällen innerhalb der Koalition das letzte Wort. Prodis Regierung hatte bei einer Abstimmung über die Außenpolitik am Mittwoch im Senat eine Niederlage erlitten, der Regierungschef trat daraufhin zurück.
Napolitano wollte am (heutigen) Samstag über die künftige Regierung entscheiden. Er kann entweder Prodi oder einen anderen Politiker mit der Regierungsbildung beauftragen oder Neuwahlen ansetzen. Neuwahlen werden vor allem von den Parteien der Rechten und von Prodis Vorgänger Silvio Berlusconi gefordert.
(AP)
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