Aktuelle Nachrichten – Unternehmen
22.03.2011
Foto: AP Photo/Christof Stache
München – Münchner Rück (Munich Re) rechnet nach einer vorläufigen Schätzung für das verheerende Erdbeben und den Tsunami in Japan mit Schadenzahlungen in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro nach Retrozession und vor Steuern. Das Gewinnziel von rund 2,4 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2011 könne daher nicht mehr aufrechterhalten werden, teilte der gemessen am Prämienaufkommen weltgrößte Rückversicherer am Dienstag in München mit.
Die Schadenschätzungen beruhten den Angaben zufolge ausschließlich auf Modellierungen. Wegen des Ausmaßes der Zerstörungen, weiterer möglicher Nachbeben und schwieriger Aufräumarbeiten werde es noch Wochen dauern, bis die Schäden erfasst sind und die Schadensmeldungen der japanischen Erstversicherer vorliegen.
Munich Re unterhält seit 1912 Geschäftsbeziehungen mit japanischen Versicherungsgesellschaften. "Selbstverständlich stellen wir unseren japanischen Kunden auch weiterhin Kapazität zur Verfügung und unterstützen die Aufarbeitung der Schäden", sagte Rückversicherungsvorstand Torsten Jeworrek.
Das 1. Quartal 2011 war für Munich Re bisher schon von hohen Schäden durch das Erdbeben in Neuseeland, die Überschwemmungen bei Brisbane und den Zyklon Yasi in Australien geprägt. Zusammen mit den Schäden aus dem Erdbeben und dem Tsunami in Japan übersteigt die Großschadenslast aus Naturkatastrophen 2,5 Milliarden Euro nach Retrozession und vor Steuern und damit das für diesen Zeitraum erwartbare Ausmaß bereits bei weitem. (dapd)
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